Wie kann man Kartoffelpüree vegan zubereiten? Dieser Frage musste ich mich vor ein paar Monaten erstmals stellen, da meine Frau unter die Veganer gegangen ist. Nicht soooo streng, aber mindestens Vollzeitvegetarier mit starker, veganer Schlagseite. Damit gemeinsamen Essen mit dem Rest der Familie, welche die Einstellung toleriert und mitträgt, nichts im Wege steht, muss ich als Koch auch das Kartoffelpüree vegan herstellen; also ohne Milch und Butter. Also nicht von Tieren. Kühe, zum Beispiel, sind Tiere, die Milch und Butter liefern. Zuerst die Milch und dann die Butter. … Die Butter nicht direkt aus der Kuh. Eher so indirekt; aber direkt aus der Milch.
Ich hör ja schon auf. 😉



Die Zutaten

Für 5 Personen

  • 2,5kg gekochte Kartoffeln
  • 250-500ml Sojamilch
  • 1 Stück vegane Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Muskat
  • Vorbereitung:
  • Kochzeit:

Das braucht man

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Veganes Kartoffelpüree

Kartoffelpüree geht auch auf vegan. Und Muskat gehört dazu! (Foto: JaBB / Flickr.com)

Siehst du – wenn man das ganze Gedöns mit dem Kartoffeln kochen wegläßt, ist die Liste der Zutaten und das Handwerkszeug total übersichtlich.
Als vegane Butter habe ich ALSAN~S verwendet. Die gibt’s bei uns hier im Kaufland. Auch Sojamilch kann man da kaufen.
Kartoffeln sind an und für sich bereits sehr vegan!

Wie geht Kartoffelpüree/Kartoffelbrei auf vegan?

Zunächst einmal musst du die Kartoffeln kochen. Dazu gehören das beliebte „Kartoffeln schälen“, das „Kartoffeln waschen“, das ggf. notwendige „Kartoffeln teilen“, das „Kartoffeln kochen“ und das „Kartoffelwasserabgießen“. Wie das alles funktioniert habe ich in dem praktischen Leitfaden „Kartoffeln kochen – leicht gemacht!“ zusammengefaßt, weshalb ich auf eine abermalige Erläuterung der notwendigen Arbeitsschritte an dieser Stelle verzichten möchte. Du kannst das gern in der Anleitung nachlesen, wenn du dich unsicher fühlst.

Sind die Kartoffeln fertig gekocht leistet dir ein Kartoffelstampfer unschätzbare Dienste.
Zuerst stampfst du die Kartoffeln kurz und klein. Immer auf und nieder mit dem Kartoffelstampfer. Das erfordert je nach Kartoffelmenge richtig Kraft. Gestern z.B. habe ich aufgrund des Vorhandenseins von Gästen einen riesigen Topf voller Kartoffeln gekocht. Das Stampfen artete in echt Arbeit aus!

Sind die Kartoffeln ein lockerer Brei schmeisst du so 2-3 TL Salz rein (vorausgesetzt du hast die Kartoffeln nicht mit Salzwasser gekochen. Wenn ja, nimm eher nen TL weniger!). Ein viertel TL Pfeffer reicht vollkommen. Vom geriebenen Muskat wirfst du erst einmal nen halben TL in den Kartoffelpamps. Dann schüttest du so 250ml von der Sojamilch rein. Und stampfst und stampfst und stampfst mit dem Kartoffelstampfer weiter.
Die Hälften eines halbes Stücks von der veganen Butter finden ihren Weg in das immer mehr breiige Kartoffelpüree. Du stampfst indes weiter. Durch die Hitze der Kartoffeln schmilzt die Butter und durch das Stampfen geht sie eine innige Beziehung mit dem Kartoffelklein ein. Wenn keine Butter mehr am Stück zu sehen ist, das Kartoffelpüree aber noch ein wenig mehr Püree sein dürfte, haust du die restliche Butter ein und verstampfst diese auch noch.
Wer jetzt einwenden möchte, dass man ja statt der Butter auch mehr Sojamilch nehmen kann, dem kann ich nur beipflichten. Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass das vegane Kartoffelpüree auf diese Art und Weise exzellent wird. Doch spricht nichts dagegen, aus Gründen der Linie auf dermaßen viel Butter zu verzichten und stattdessen mehr Sojamilch zu benutzen.

Jetzt geht es an’s Abschmecken. Du kommst mittels wohldosierten Zugaben von Salz, Pfeffer und Muskat an ein nichtveganes Kartoffelpüree sehr, sehr nah heran. Jedenfalls beteuern meine verehrten Mitesser auf das allerehrlichste, dass dieses vegane Kartoffelpüree genauso wie das „normale“ Kartoffelpüree schmeckt.




3 thoughts on “Veganes Kartoffelpüree

  1. Koche erst seit einiger Zeit mit Sojaprodukten und Kartoffelpüree mit Sojamilch habe ich bislang noch nicht ausprobiert. Werde ich aber auch mal versuchen. Bin schon super gespannt, wie es schmecken wird bzw. ob es einen großen Unterschied zu dem bislang gemachten Kartoffelpüree gibt.

  2. Aber, warum auf halbem Weg stehen bleiben?! Vegan mag das Kartoffelpüree sein, natürliche Ernährung sieht anders aus und kommt ohne die Industrieprodukte Sojamilch und vegane Butter mit den globalisierten Zutaten aus. Regionale Kost ist in und ökologisch. Selbstverständlich gibts ein buttrig-sahniges Kartoffelpüree dann nur mit Butter und Sahne oder Milch. Aber wie wäre es mal mit einer mediteranen Variante unter Verwendung von Olivenöl oder die norddeutsche mit Rapsöl (kaltgepresst). Das wäre doch mal eine Idee gewesen.

    • Hi Dirk, ehrlich gesagt wäre ich nie von allein auf die Idee gekommen, ganz auf die „traditionellen“ Bordmittel für Kartoffelpüree zu verzichten. Aber ich bin ja lernfähig. Wie also machst du das vegane Püree mit Olivenöl? Was schmeißt du sonst noch rein.
      Ich hoffe auf eine baldige Antwort, denn ich mutmaße wohl nicht lange herum, wann das nächste KArtoffelpüree benötigt wird. 🙂

      Kulinarische Grüße vom Bodensee
      Jörg

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