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Was macht man mit vielen Süßkartoffeln und einen ganzen Netz Rosenkohl? Diese Frage stellte ich mir vor ein paar Wochen, als ich die Zutaten in der Küche vorfand. Ich recherchierte ein Rezept, welches aus den Süßkartoffeln ein Süßkartoffelpüree fabrizierte und dazu gedünsteten Rosenkohl reichte. Außerdem wurde eine Soße mit Lebkuchenflair gezaubert und dazu noch Filet vom Schwein gereicht.
Letzteres würde quasi meine Erweiterung eines ansonsten vegetarischen Gerichts sein.
Und was hatten wir für eine Soße? Um es vorweg zu nehmen: da das Rezept vegan bleiben sollte, bastelte ich eine Soße aus dem Instant-Fond von GEFRO und „verfeinerte“ diese mit Lebkuchengewürz. Nach ernüchterndem Verkosten kippte ich alles weg! Soviel zur Soße.



Es gab nur ein Handycap: Süßkartoffeln sind bei den Kids verpönt! Ich würde also für diese noch ein veganes Kartoffelpüree kochen müssen. Was tut man nicht alles für die „Kleinen“.

Die Zutaten für 4 Portionen

  • 400 g Süßkartoffeln
  • 50 ml Hafersahne
  • 50 ml Hafermilch
  • 400 g Rosenkohl
  • 1 EL Butter (Alsan-Bio)
  • 2 EL Semmelbrösel
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Vorbereitung:
  • Kochzeit:

Das braucht man

Dieses Rezept für Süßkartoffelpüree mit Rosenkohl stellt letztlich nichts weiter als ein Basisrezept dar, welches nach Lust und Laune erweitert werden kann. Bei uns gab es noch vegane Schnitzel dazu; ich gönnte mir normale Naturschnitzel.
Das faszinierende an dem Rezept: der süßliche Geschmack des Süßkartoffelpürees harmoniert sehr gut mit dem Rosenkohl. Das war überraschend gut!
Genug der Schwärmerei im Vorfeld; beginnen wir mir der Zubereitung.

Zubereitung der Süßkartoffeln

Süßkartoffeln

Süßkartoffeln

Süßkartoffeln sind, wie der Name schon verrät, auch nur andere Kartoffeln. Von normalen Kartoffeln unterscheiden sie sich erst einmal in der Farbe: die Schale ist rötlich. Außerdem sind Süßkartoffeln größer als die normalen Kartoffeln, was das Schälen selbiger zu keiner so zeitraubenden Angelegenheit werden läßt, wie manchmal bei einem Sack Kartoffelmurmeln aus dem Supermarkt. Mit einem Pendelschäler geht das Schälen der Süßkartoffeln wirklich zügig. Anschließend werden die Süßkartoffeln gewaschen, geviertelt und in einem großen Topf mit Salzwasser weichgekocht. Auf gute 2 Liter Wasser löffel ich 2 Teelöffel Salz rein. Das ist lupenreines Salzwasser. Das kochen dauert wie bei normalen Kartoffeln so 20min. Solltest du dir unsicher sein, ob am Ende der Zeit noch Kartoffelbetonklötze im Sprudelwasser sind oder weiche Kartoffelstückchen, nimm die ein spitzes Messer und „ersteche“ eine schwimmende Kartoffel. Fährt die Klinge sanft in die Kartoffel, ist sie weich. Das trifft dann auch auf den Rest der Kartoffeln zu. (Tipp: sorge am besten dafür, dass die Kartoffelviertel annähernd das gleiche Kaliber aufweisen!)

Zubereitung des Rosenkohls

In der Zwischenzeit setze noch einen großen Topf mit Wasser an und bringe dieses zum kochen. Bis das Wasser so weit ist, entferne vom Rosenkohl die schmutzigen Blätter und schneide den Strunk großzügig ab. Das feste Knabberzeug will wirklich keiner auf dem Teller haben. Wasche den Rosenkohl ab und kippe ihn dann für 3-5min in das Sprudelwasser. Das nennt man „blanchieren“! Der Rosenkohl wird so schon einmal angegart. Danach kippe den ganzen Topfinhalt durch ein Abtropfsieb, was den Rosenkohl sicher vom Wasser trennt.

Rosenkohl auf Schneidebrett

Rosenkohl auf Schneidebrett

Anschließend schnappst du dir eine Wokpfanne, machst richtig Hölle darunter und schmilzt die vegane Butter an (Nichtveganer nehmen normale Butter, was meiner Meinung nach erheblich mehr bringt, als die vegane Variante!). Wenn die Butter zerlassen ist, kippe den Rosenkohl dazu, reduziere die Energie auf ein Mittelmaß und würze mit Salz, Pfeffer und Muskat. Hier ist es wie immer schwer eine Regel zu definieren, da ich zur Bauchgefühlwürzung neige und einfach an Gewürzen das einwerfe, was ich für gut halte. Einen ersten Anhaltspunkt sehe ich bei 4 Prisen Salz und nen halben Teelöffel Muskat. Mit Salz und vllt. ein wenig Pfeffer kannst dann immer weiter nachwürzen, bis es dir schmeckt. Für’s erste machst du aber den Deckel auf die Wokpfanne.
Den Rosenkohl schwenkst du dann alle 5min mal durch die Pfanne oder nimmst einen Pfannenwender/Kochlöffel dazu. Insgesamt braucht der Rosenkohl mit geschlossener Pfanne ca. 15min. Dann ist er bissfest und fertig. Nach 10min streust du die Semmelbrösel ein.


(Ich bin seit neuestem zum Schwenken übergegangen, nachdem ich merkte, dass ich das fast genauso elegant wie die Fernsehköche auch hinbekomme, ohne das der Pfanneninhalt in der Küche verteilt wird! Das macht Spaß!)

Von der Süßkartoffel zum Süßkartoffelpüree

Inzwischen dürften die Kartoffeln aber wirklich weich sein, oder? Nimm dir zwei Topflappen und gieße das Wasser ab. Falls du den Trick mit dem „Abgießen durch den Topfdeckelspalt“ noch nicht beherrscht, kannst du den ganzen Topfinhalt auch durch das gleiche Abtropfsieb schütten, welches du schon nach dem Blanchieren des Rosenkohls genutzt hast. Dabei wird das Wasser zuverlässig von den Kartoffeln abgespalten. Befördere dann die Kartoffeln wieder in den Topf und stelle diesen auf ein Brett.
Anschließend bewaffnest du dich mit einem Kartoffelstampfer und stampfst das ganze Kartoffelzeug zu Brei. Wirf schon einmal so einen Teelöffel Salz, etwas Pfeffer und Muskat dazu. Dann gib die Hafermilch, die Hafersahne sowie nochmal so 50g Alsan-Butter dazu. Stampfe und rühre das schön in den Süßkartoffelmatsch rein. Letztlich greifst du zum Schnellbesen und rührst alles fest durch. Ggf. nimmst du noch etwas von er Sahne oder der Hafermilch. Du wirst merken, dass das Süßkartoffelpüree herrlich püreeig wird. Fertig.

Fazit

Dieses Süßkartoffelpüree passt perfekt zu Rosenkohl. Ich hätte das nie gedacht. Ich bin eh nicht so der Fan von Süßkartoffeln und Rosenkohl, aber die Kombination von beiden hat es mir angetan. Probiere das unbedingt mal aus.
Wie schon eingangs bemerkt, habe ich dazu noch vegane Schnitzel gebraten sowie für mich Schweineschnitzel. Hier kann man aber alles Mögliche dazu machen.
Leider, leider und wie so oft habe ich vor lauter Lauter vergessen, ein Foto zu machen, weshalb ich die hier verwendeten Bilder von unsplash und jackmac34 auf pixabay.com verwende.




2 thoughts on “Vegan: Rosenkohl an Süßkartoffelpüree

  1. Ich hab heute eine nichtvegane Variante probiert und es war lecker!
    Besonders hat mir Muskat zum Rosenkohl gefallen. Das kannte ich bisher noch nicht 🙂

  2. Huhuuu! Freut mich, dass dir das Gericht gemundet hat. Wie nichtvegan hast du es gehalten? (Falls ich mal in die Lage komme, nicht auf Veganer Rücksicht nehmen zu müssen.) 🙂

    Grüßle über den See
    Jörg

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