Tomatentarte mit Camembert ist ein Rezept wie geschaffen für laue Sommerabende – wenn die Sonne tagsüber vom Himmel brettert und die Sinne verbrennt; wenn man bereits Schweißausbrüche beim Anknipsen der Nachttischlampe bekommt. Dann noch abends kochen ist nicht immer ein Vergnügen. Dieses Rezept für eine leichte Tomatentarte mit Camembert benötigt zwar auch einen Ofen (und damit zusätzliche Hitze) aber dennoch sei dieses Gericht als Sommerkost empfohlen – es ist ziemlich leicht und schmeckt einfach Hmmmmmmmmm.

Die Zutaten

  • Für den Mürbeteig:
    • 200 g Mehl
    • 1 TL Salz
    • 100 g Butter
    • 4 EL Wasser
  • Für den Belag:
    • 4 große Tomate(n)
    • 1 Zwiebel(n)
    • optional: Schinkenwürfel
  • Für den Guss:
    • 2 Ei(er)
    • Salz und Pfeffer
    • 1 Becher Crème fraiche
    • 150 g Camembert
    • Basilikum

Das braucht man

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Die Schinkenwürfel sind wirklich absolut optional. Ich hatte bei der Herstellung noch etwas Schinken im Haus und dachte, dass dies ganz gut passen würde. Also schnipselte ich den Schinken klein und … ähm, dazu kommen wir später.

Step 1: Der Teig
Es war das erste Mal für mich. Nie hätte ich daran geglaubt, aber dieses mal ging es einfach nicht anders: ich sollte meinen ersten Teig produzieren. Und es war wirklich einfach. Ich nahm eine Schüssel und kippte das Mehl rein. Dann buddelte ich eine Mulde in den Mehlberg – ein Mehlkrater entsteht. In selbigen schmiss ich ca. ein halbes Stückchen Butter; eher weniger, denn ein Stück Butter hat normalerweise 250g. Als Wasser nahm ich normales Mineralwasser. Das man dieses anstelle von Leitungswasser nehmen soll, hatte ich irgendwann man aufgeschnappt. Das Salz fand auch den Weg in die Schüssel und … wie vermengt man das denn jetzt?

Ganz einfach – ich spülte die Hände mit kalten Wasser ab und ab damit in die Schüssel – die Hände! Ein munteres Mengen und Kneten hub an und es ward tatsächlich innerhalb kurzer Zeit ein Teig entstanden. Naja – eine Teigmasse. Ein ziemlich teigähnlicher Klumpen Etwas, um genauer zu sein. Ich war verblüfft. Der Teig wanderte in eine normale Springform, wie man sie vom Kuchenbacken kennt, weil ich als Tarte-Novize über keine Tarteform verfüge. Aber eine normale Springform tut es auch. Die Springform wird mit Butter eingerieben – bevorzugt auf der Innenseite der Form. Auf der Aussenseite bringt dass alles nicht so viel. Nun wird der jungfräuliche Teig auf die Kuchenform gepackt und mit den Händen darin hübsch gleichmässig verteilt. Das geht wirklich!

Für ne halbe Stunde ab mit der Form in den Kühlschrank und aus den Augen aus dem Sinn.

Step 2: (30min apäter)
Der Teig hat wenig von seiner Konsistenz geändert, sieht aber meiner Meinung nach teigiger aus. Wir nehmen uns eine Gabel und stechen auf der Teigfläche rum. Der vielfache Tod des Teiges sorgt aber später dafür, dass er besser durch wird. So durchsiebt stellen wir den Teig nun in den Ofen und backen ihn für 5min bei 200°C vor.

Step 3: Der Belag
Die gewaschenen Tomaten entstrunken wir, womit wir den akt des Waschens als selbstverständlich gekonnt überspringen. Am besten dazu geeignet ist ein Messer mit einer „geriffelten Schneide“. Eine glatte Schneide ist nach meiner Erfahrung eher kontraproduktiv. Der Strunkt ist übrigens das Teil der Tomate, wo sie am Strauch hing. Die Tomate wird anschließend geteilt und die Hälften dann weiter und so weiter und so fort. Aber mehr als Achteln sollte man die Tomaten nicht.
Die Zwiebeln werden geschält (wer hätte es gedacht) und anschließend fein gewürfelt. Das komplizierte Prozedere des Ziwebelschneidens wurde bereits beim Gurkensalat ausführlich erläutert.

Die geachtelten Tomaten werden jetzt kreisfürmig von außen nach innen auf dem Teig angeordnet. Sieht nett aus, oder? Die Zwiebeln werden einfach darübergestreut. sofern man es nicht so ganz vegetarisch mag, ist nun die Zeit des Schinkens gekommen, welcher ebenfalls gleichmäßig über den Tomaten verteilt wird.

Und ab in den Ofen damit. Aber nur kurz – genau so lange wie wir für den „Guss“ brauchen.

Step 4: Der Guss
In einem großen Messbecher (sowas nehme ich immer; es geht aber auch eine Schüssel) finden sich die Eier wieder. Ohne Schale! Etwas Salz (wer den Schinken nutzt braucht hier etwas wenige, da der Schinken schon einiges an Salz mitbringt), Pfeffer und ein wenig frischer Basilikum gesellen sich zu den Eiern. Den Becher Crème fraiche entleeren wir elegant mit Hilfe eines Löffels zu den Eiern und rühren alles vorsichtig mit dem eben angesprochenen Löffel durcheinander. Jetzt noch den Camembert in kleine Stückchen zersäbeln und dazugeben. Wieder rühren, bis alles hübsch vermengt ist. (Tipp zum Camembertschneiden: Den Käse zuerst in schmale Streifen schneiden, dann geschickte 90°–Drehung des Ganzen und wieder kleine Stücken schneiden. Ähnelt verblüffend der MEthode „Zwiebel“, oder? Merke: Wer Zwiebeln schneiden kann, kann auch Camembert schneiden!) Das alles sollte nicht wesentlich mehr als 5min in Anspruch nehmen.

Step 5: Das Backen
Wir vergessen nicht, dass der Teig samt Belag im Ofen ruht und holen die Springform aus dem Ofen. Aufgrund der Hitze drappieren wir ein Küchentuch auf der Arbeitsfläche oder nutzen ein großes Brett – darauf stellen wir die heiße Form.
Tipp: Es hat sich durchgesetzt beim Entnehmen jeglichen Kochguts aus heißen Öfen auf die Nutzung von Topflappen oder ähnlichen, schlecht wärmeleitenden Stoffen als Handschutz zurückzugreifen!
Über die angebackene Teif-Tomaten-Zwiebel(-Schinken)-PizzaTarte gießen wir jetzt den Guss, der sich sehr nett über die komplette Fläche verteilt.

Für 30-40min wandert nun die Form in den Ofen, der weiterhin 200°C zur Verfügung stellt.

Die Tarte ist fertig, wenn eine mittlere Bräunung des „Kuchens“ zu sehen ist. Was eine mittlere Bräunung ist? Nun – ist die Oberfläche hellbraun, ist zuwenig Braun dabei. Ist die Oberfläche näher an schwarz, können Sie die „Tarte“ gleich wegschmeißen. Der Mittelweg ist das Ziel!

 

Geteilt wird die Tarte für den Verzehr mit einem Messer oder einem Pizzaschneider. Eben wie eine Pizza. Wer will kann noch ein wenig mit Chilli nachwürzen, aber nötig ist es nicht.

Fazit: Einfach, billig, gesund, ein absoluter Hammer!

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