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Manchmal treffe ich auf Rezepte, die in mir allein schon wegen ihres Namens die Neugierde wecken. Shakshuka ist ein solcher Name, der dem Unwissenden jede Menge Interpretationspielraum bietet. Wissbegierig schnüffelte ich in der Gegend herum und erkannte zügig, dass es sich bei Shakshuka nicht etwa um eine besondere Ausprägung japanischer Sushikunst handelt, sondern um einen orientalischen Gemüseeintopf, der zu meiner großen Verwunderung am Ende „Spiegeleier“ verpasst bekommt. Das ist ja ein Ding. Das klang in meinen Ohren ziemlich abwegig und so beschloss ich, dieses Shakshuka allen Unkenrufen aus der Familie zum Trotz zuzubereiten.

Shakshuka ist ein sehr, sehr einfaches Rezept, welches sich sehr, sehr schnell zubereiten lässt und sehr, sehr übersichtlich im Ressourcenverbrauch ist.

Die Zutaten

für 4 Portionen

  • 600g Tomaten (wer nicht schälen will, dann gleich Dosenfutter!)
  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1TL Kreuzkümmel
  • Cayennepfeffer (optional Chili)
  • Salz, Pfeffer
  • 4 Eier
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • Olivenöl
  • Vorbereitung:
  • Kochzeit:

Das braucht man

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Shakshuka - orientalischer Gemüseeintopf mit Eiern

Shakshuka – orientalischer Gemüseeintopf mit Eiern

Wie bereits gesagt kommen die Zutaten und das notwendige Equipment sehr übersichtlich daher.

Fange am besten mit den Tomaten an. Diese kannst du entweder bereits geschält in der Dose kaufen oder aber du schälst sie selbst, was sinnvoll ist, wenn du eh gerade Tomaten zu Hause hast. Wie bitte – Tomaten schälen? Gibt das nicht ne Riesensauerei? Nein – gibt es nicht. Denn Tomaten schälen geht ganz einfach.

Tomaten schälen

Um Tomaten zu schälen brauchst du heißes Wasser und eine Schüssel oder einen Topf. Das heiße Wasser stellst du am günstigsten mit einem Wasserkocher her. Die Tomaten drappierst du in der Schüssel (oder dem Topf) und übergießt sie dann mit dem heißen Wasser. Die Tomaten blubbern ein wenig und bleiben so 1min in dem heißen Wasser. Anschließend kippst du das Wasser weg und lässt kaltes Wasser zu den Tomaten. Das kühlt diese wieder etwas runter und die Haut der Tomaten bekommt wegen der rasanten Temperaturwechsel echt nen Klaps. Das kalte Wasser kippst du auch weg. Piekse die Tomaten entweder auf eine Gabel oder nehme sie in die Hand. Mit einem Gemüsemesser (vorzugsweise mit einer gezahnten Klinge) greifst du die Haut der Tomate an und ziehst diese ganz leicht und sehr raumgreifend von der Tomate ab. Das geht jetzt nämlich total einfach und du wirst deinen Spaß an der Sache haben.

Shakshuka kochen

Die entkleideten Tomaten zerstückelst du auf dem Schneidebrett mit dem Tomatenmesser in kleine Stücke.
Frühlingszwiebeln werden nie einfach so in eine Pfanne gepflanzt sondern vor dem Kochen am Kopf- und Fußende skalpiert, um anschließend gewaschen und in schmale Ringe geschnitten zu werden. Ein Kochmesser leistet dir dabei herausragende Dienste. Halte die Frühlingszwiebeln aber von den Tomaten fern, denn diese sind beim Kochen früher dran als die Tomaten.
Den Knoblauch schälst du und schneidest die Knoblauch-Zehen in grobe Stückchen.

Schnapp dir die Wok-Pfanne und stelle sie auf den Herd. Kippe so nen guten Esslöffel voll Olivenöl in die Pfanne und mach dieses heiß. Anschließend schüttest du zunächst die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch in die Pfanne. Ein guter Teelöffel voller Kreuzkümmel (geht auch im gemahlenen Zustand) findet ebenfalls den Weg dorthin. Lass alles ein wenig anbrutzeln und rühre ab und an mit dem Kochlöffel um. Das nimmt nicht mehr als 2min deiner Zeit in Anspruch, bevor du die Tomaten dazukippst, vorsichtig den Cayennepfeffer einstreust und mit etwas Salz und Pfeffer würzt. Besonders vorsichtig bitte, denn es ist leichter noch mal Salz uind Pfeffer einzuwerfen als zuviel geworfenes Zeug heraus zu extrahieren!
Nimm jetzt eine kleine Geschmacksprobe. Bist du zufrieden? Wenn nicht, dann nähere dich durch weiteres würzen deinen geschmacklichen Vorlieben an. Ein Tipp an dieser Stelle: Tomatengerichte lassen sich durch Zucker hervorragend abmildern. Ich habe z.B. einen halben TL Zucker in die Pfanne geschmissen und es nicht bereut!

Bedeckel die Pfanne und lasse das Ganze so 15min vor sich hin köcheln.

In der Zwischenzeit riecht es wundervoll in der Küche und allen angrenzen Räumen. Der Kreuzkümmel vertrömt sein unvergleichliches Aroma.

Nach 15min kommt das Wahnsinnige dieses Rezepts: du schlägst die Eier über das Gemüse. Wie für ein Spiegelei in einer gemüsefreien Pfanne! Also ohne Eierschalen!
Das sieht im ersten Augenblick ziemlich merkwürdig aus. Im zweiten Augenblick auch noch. Nach kurzer Zeit beginnt das Eiweiß zu stocken. Du stichst mit einer Gabel im fester werdenden Eiweiß herum, um dieses etwas aufzulockern. Versuche dabei die Eigelbe zu verschonen!
Der ganze Vorgang dauert nur 3-4min … je nach Energiezufuhr unter der Pfanne.

Die Zeit kannst du dir mit dem Kleinhacken der gewaschenen Petersilie vertreiben. Schnapp dir das Bund, spüle es unter laufendem Wasser gründlich durch, drappiere es auf dem Schneidebrett und schneide zunächst die Stengel bis zum Blattansatz ab. Die Blätter hackst du mit dem Kochmesser einfach kurz und klein, die Stengel wirfst du weg oder verfütterst sie an herumlungerndes Kleingetier.

Zuguterletzt streust du die gehackte Petersilie über die Eier in der Pfanne und …. servierst alles mit Tostbrot oder Baguette.

Fazit:
Das Ergebnis meines ersten Shakshuka war … sagen wir mal … durchwachsen. Es schmeckte ungewöhnlich, aber eine geschmackliche Ekstase wollte sich auch nicht einstellen. Shakshuka ist wirklich einfach zu kochen und als schnelles Gericht sicher merkenswert. Preise würde ich damit aber nicht gewinnen. Mit dem Brot zusammen wird man aber schnell sehr satt! Und damit hat das Rezept seinen Zweck erfüllt.

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