Es sieht aus wie eine ganz spezielle Form von Bratkartoffeln. Es duftet wie … nun ja streng. Die provenzalischen Kartoffeln sollte man nicht unbedingt konsumieren, wenn nur Stunden später ein Zahnarzttermin, ein Date oder andere anregende Termine lauern. Dieses Gericht ist aber ein absoluter Leckerbissen. Auch für eingefleischte Fleischverwerter. So wie mich.

Die Zutaten

  • 600g, vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 3-6 Löffel Olivenöl
  • Zitronensaft
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL frisch gehackte Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Das braucht man

    Alles in allem ein sehr billiges Futter. Statt dem ordinären Zitronensaft darf man auch eine unbehandelte Zitrone nutzen. Dann nimmt man den Saft einer halben selbigen und ein wenig abgeriebene Schale. Jedenfalls stand das so im Rezept.
    Insgesamt so stand da ebenfalls soll die Zubereitungszeit 35min dauern, was ich allerdings als illusorisch empfunden habe. Es sei denn man mag knochenharte Kartoffeln nagen.

    Step 1:
    Die Kartoffeln sollten als erstes geschält werden. Hierzu gibts noch keine Anleitung, doch kann diese mal folgen. Wünsche hierzu werden auf der Kontaktseite entgegengenommen.
    Sind die Erdäpfel von ihrer Umhüllung befreit schreiten wir zur sogenannten Beschneidung der nackten Bälle, Quader, Vielecke … das kommt auf die Gewandheit des Schälers an. Halt. Erst sollten die Kartoffeln gewaschen werden. Das versteht sich von selbst, sei aber der Vollständigkeit halber doch erwähnt. Ok … die Kartoffeln werden dann vielfach geteilt. Endprodukt dieses Arbeitsganges sollten Würfel oder Stäbchen sein. So wie Pommes in etwa. Nur etwas kleiner. Die Stäbchenvariante ist meiner Meinung nach die gelungenere Option.

    Step 2:
    Das Olivenöl wird in einer Pfanne erhitzt. Diese Pfanne ist idealerweise großen Umfangs, denn nichts ist frustrierender als zusehen zu müssen, wie alles links und rechts und vorn und hinten aus der Pfanne fällt, wenn man es wagt umzurühren und zu wenden. Und gerührt und gewendet wird noch!
    Die Kartoffelstäbchen werden nun unter stetem Wenden (siehst Du – ich habs ja gesagt) leicht angebruzelt. Bei mittlerer Hitze gelingt dies am besten, denn erstens werden die Kartoffeln so schonend weicher und zweitens ist die Gefahr des Anbrennens als geringer einzustufen, als wenn man ein Höllenfeuer unter der Pfanne entfacht. Ablenkung, die optional zum Anbrennen und somit zum direkten Wurf des Pfanneninhalts in die Tonne führen kann, gibts potentiell genug. Als Beispiele sollten kreischende Kinder, umherflatternde Wellensittiche, aufregende Fernsehsendungen etc. reichen. Also: Obacht! Immer schön bei der Pfanne bleiben und leidenschaftlich braten und wenden.
    Während die Stäbchen oder Würfel nun vor sich hin bruzeln, wirft man gekonnt die zitronalen Bestandteile der Zutaten, sowie Salz und Pfeffer über die Kartoffeln. Wie bereits in einem anderen Rezept angemerkt ist gerade bei Salz und Pfeffer auf die Dosierung zu achten, soll das Essen zu einem kulinarischen Fest und kein Fraß für die Schweinemast werden. (Es mag ja interessant sein, ob auch Schweine zu einem gesteigerten Durst aufgrund versalzenem Essens neigen, aber dies zu erörtern ist nicht Anliegen dieses Rezepts.

    Step 3:
    Bei schwacher Hitze brät der Pfanneninhalt nun weiter. Ist man ungeduldig, kann man auch bei mittlerer Hitze weitermachen. Dann gilt aber: Nix Ablenkung, sondern braten und wenden!
    Unterdessen widmen wir uns dem Knoblauch, welcher geschält und gepreßt wird. Experten dürfen auch die Zehen sehr klein schnippeln. Ich liebe es, Knoblauch mit einem kleinen Messer in feinste Bestandteile zu zerlegen. Die Frühlingszwiebeln werden geputzt, gewaschen und in Ringe geschnitten. Es reicht dabei völlig aus, dies bis zu dem Punkt zu machen, wo die Struktur der Frühlingszwiebel in den blättrigen Teil übergeht. Der Rest ist für die Katz. Wenn denn die Katz will. Die Ringe können anschließend durchaus noch halbiert werden.
    Zusammen mit der Petersilie hauen wir den Knobi und die Zwiebelring(hälften) in die Pfanne. Inzwischen dürften die Kartoffeln nämlich kurz vor dem für den Verzehr geeigneten Aggregatzustand sein: Bissfest! Ruhig auch ein wenig knackig. Aber eben nicht knochenhart.

    All dies brät nun solange noch vor sich hin, bis die Kartoffelstäbchen wirklich mundgerecht sind. Unter mehrmaligem Wenden erreichen wir noch eine gewisse Vermengung zwischen den Kartoffelstäbchen (oder -würfeln) und den Zutaten.
    Letztendlich …. hat der Pfanneninhalt eine bunte Farbe, bestehend aus hell- bis dunkelbräunlichen Kartoffelstückchen, durchsetzt mit dem grün und weiß der Frühlingszwiebeln und Petersilie. Der Knoblauch geht in diesem farblichen Ensemble etwas unter. Aber man riecht ihn!

    Fazit: Einfach und mit einfachsten Mitteln. Schnell und schmackhaft. Dazu reicht man am besten einen würzigen Dipp aus Quark/Joghurt.

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