Letscho ist üblicherweise gedünstete Paprika mit Tomatenmark verfeinert und wird zumindest bei uns hier gern mit Reis genossen. Vom Prinzip her ist Letscho also erstmal rein vegetarisch. Da ich ein großer Liebhaber von Würstchen (fast) jeglicher Art bin, ergänze ich Letscho gern mit angebratenen Paprikawürstchen. Die geben dem Ganzen meiner Meinung nach erst den richtigen Pepp. Aber darüber gehen die Meinungen in unserer Familie schon etwas auseinander. Während meine Frau doch lieber die Würstchen wegläßt, mag meine Große fast ausschließlich die Würstchen. Nach ihrer Meinung könnte man gut und gern den ganzen Rest weglassen und zum Reis lieber puren Ketchup reichen. *g*

Die Zutaten

  • 4 Paprikaschoten (2 rote, eine grüne, eine gelbe)
  • 1 Zwiebel
  • Tomatenmark (80g)
  • Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum, Paprika (scharf)
  • etwas Butter

Sie sehen – kein Fleisch. Daher alle Vegetarier jetzt erstmal wegschauen:

Optionale Zutaten

  • Paprikawürstchen nach Bedarf

Das braucht man

    Alles in allem gestalten sich die Zutaten recht übersichtlich. Und billig ist es außerdem noch, wenn Sie sich dazu entschließen Letscho in der Paprikazeit zuzubereiten.

    Die Zwiebel wird auf bewährte Art und Weise geschält, gewaschen und fein gewürfelt. Daraufhin findet sie sich in etwas Butter wieder, welche bereits in einem Topf ausgelassen wurde.

    Die Paprikaschoten werden ausgeweidet, ebenfalls gewaschen und in kleine Würfel geschnitten. Die Größe der Würfel obliegt Ihren Vorlieben. Während viele recht ansehnliche „mndgerechte“ Happen als das ideale Maß für Letscho ansehen, mag ich es lieber feiner und kleiner. Das kann aber auch daran liegen, dass ich mit unserem wirklich guten Gemüsemesser liebend gern hantiere und auch feinste Hackereien damit veranstalte. (Merke: Man erkennt den Wert eines Gemüsemessers erst dann, wenn man es benutzt.) (Einschub 2: Neulich weilte eine Bekannte bei uns und sah mir beim Kochen über die Schulter. Sie konnte nicht verstehen, dass ich mit einem solche großen Messer Gemüse bearbeite. Bis vor ein paar Jahren konnte ich mir das auch nicht vorstellen. Aber jetzt möchte ich ein gutes Gemüsemesser nicht mehr missen. Legen Sie sich eines zu – Sie werden es nicht bereuen.)

    Haben die Zwiebeln in der Butter inzwischen einen glasigen Blick bekommen, werfen wir die zerkrümelten Paprikaschoten dazu und dünsten sie ein wenig mit. So 2 – 3min sollten reichen. Dann geben wir ca. 100ml Wasser dazu schließen den Topf und lasses alles bei kleiner bis mittlerer Hitze für 10min köcheln. In der Zeit müssen wir nicht eingreifen.

    Anschließend geben wir das Tomatenmark hinzu, krümeln ein bis zwei Prisen Oregano und Basilikum in den Topf (wobei ich immer weniger Basilikum als Oregano nutze), streuen 2 Prisen Salz und Pfeffer über das Ganz und werfen einen TL Paprikagewürz hinterher. Ein halber EL Gemüsebrühe beendet die Gewürzorgie für das Erste. Das alles köchelt nun für 5-8min weiter.

    Sodele – das Letscho ist eigentlich fertig. Mehr passiert da nicht. Völlig easy, oder?

    Nichtvegetarische Würstchenliebhaber schneiden während der Köchelzeiten die Paprikawürstchen in kräftige Scheiben und brutzeln diese in einem separaten Topf oder einer Pfanne an. Achtung: Die Zugabe von Fett in Form von Butter oder Öl ist kaum notwendig, da die Würstchen für gewöhnlich genug Fett intus haben und im Bratbehältnis für eine Art Selbstschmierung sorgen. Bei diesem Bratvorgang ist wie immer zu beachten, dass Sie keine Kohle herstellen. Letscho mit Kohle schmeckt nach Kohle!

    Wenn Sie auf den ganzen vegetarischen Charakter des Essens pfeifen, kippen Sie die Würstchen in den Letscho-Topf. Wenn Sie getrennte Essensveranlagung haben, belassen Sie bei der Trennung und servieren Sie den Nichtvegetariern die Würstchen.

    Zum Letscho bereiten Sie am besten Reis.

    Guten Appetit.

    Fazit: Einfach, sehr billig und einfach mal was anderes.

    Tipp: Wenn Sie gerade noch Zucchini im Haus haben, können Sie diese sehr gut ebenfalls in das Letscho integrieren. Das ist gar kein Problem und eine wunderbare Ergänzung.

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