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Vegetarische Burger

Vegetarische Burger a’la Benno (Foto: Benno Buchczyk)

Neulich auf Facebook tauchte bei Benno ein Bild mit einer interessanten Burgerinstallation auf. Burger – die vegetarisch hergestellt waren. Benno hatte sie kreiert und recht hübsch arrangiert. Auf jeden Fall wurde ich neugierig und verkündete lauthals den Plan, die Burger testen zu wollen. Ich scheue mich ja schon lange nicht mehr, vegetarisch oder gar vegan zu kochen.

Ok … heute war es so weit. Nach Bennos Vorgaben beging ich den „Frevel“, Burger zu faken … Ich darf vorweg schicken, dass die Dinger einfach Klasse schmecken!

Ich taufe die Dinger „Kidneyburger“.

Die Zutaten

für 5 große Burger

  • 1 Dose Kidneybohnen (400g)
  • 1 halbe (große) Zwiebel
  • 1 Ei
  • 100g Cheddar
  • 50g Semmelbrösel
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Hauch Kümmel
  • Gurke, Tomate,Salat und Burgerbrötchen für den Burger
  • Öl und Butter zum Braten
  • Vorbereitung:
  • Kochzeit:

Das braucht man

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Kidneyburger – vegetarische Burger braten

Die Vorbereitungen für diese vegetarischen Kidneyburger halten sich in Grenzen. Am eigentümlichsten fühlte sich teilweise der erste Arbeitsgang an. Dieser bestand zunächst darin, die Dose Kidneybohnen zu öffen (einfach), den Inhalt der selben in ein Abtropfsieb zu kippen (einfach), die Bohnen mit Wasser abzuspülen (noch viel einfacher) und letztlich die Bohnen in einem tiefen Teller mit einer Gabel zu zerdrücken. Das war gar nicht einfach, sondern entpuppte sich nach kurzer Zeit als recht anstrengend. Ich drückte und presste mit der Gabel alle Kidneybohnen zu einem ansehnlichen Brei. Den Brei überführte ich in eine Schüssel.

Kidneybohnen werden mit einer Gabel zerdrückt

Kidneybohnen werden mit einer Gabel zerdrückt


Anschließend entkleidete ich eine Zwiebel und transformierte eine Hälfte davon in kleine Zwiebelwürfelchen. Diese wanderten zum Kidneybohnenbrei in die Schüssel. Das Ei warf ich schalenlos gleich dazu.

Jetzt kam der Cheddar an die Reihe.

Der Cheddar für die Kidneyburger wird zünftig mit einer Microplane gerieben.

Der Cheddar für die Kidneyburger wird zünftig mit einer Microplane gerieben.


Ich hatte mich beim Einkauf aufgrund dessen würzigen, kräftigen Geschmacks für einen Cheddar entschieden. Bei einem vegetarischen Burger kann man nie genug „kräftigen, würzigen Geschmack“ haben. Das durfte ich inzwischen lernen und wandte dieses Wissen gnadenlos an. Den Cheddar raspelte ich mit Hilfe meiner genialen Microplan-Reibe zu den übrigen Zutaten dazu. Habe ich schon erwähnt, dass meiner Meinung nach jeder Haushalt über eine Microplane verfügen sollte? Ich möchte meine nicht mehr missen. Die Dinger sind einfach top!
Kidneybohnen, Zwiebel, Ei und geriebener Cheddar bilden die Basis für den Kidneyburger!

Kidneybohnen, Zwiebel, Ei und geriebener Cheddar bilden die Basis für den Kidneyburger!


Benno empfahl in seinem Rezept 100gr Semmelbrösel. Ich schüttete locker aus dem Handgelenk und mit Bauchgefühl Semmelbrösel. Erst nach dem Essen wurde mir bewusst, dass ich vielleicht prüfen sollte wie viel Semmelbrösel ich tatsächlich benutzt hatte! Ich habe das eben nachgeholt und erneut aus dem Handgelenk und mit Bauchgefühl Semmelbrösel geschüttet. Dieses Mal nur in eine leere Schüssel. Ich habe 50g gemessen. Es ist gut solche Kontrollmessungen zeitnah zu machen!

Letztlich warf ich recht übermütig Salz und gemahlenen Pfeffer in die Schüssel. Nicht zu übermütig, denn das Zeug bekommt man nicht mehr raus. Über den Daumen gepeilt gehe ich von 1 gehäuften TL Pfeffer und 2 gehäufte TL Salz aus. Das müsste hinkommen.
Außerdem fügte ich einen Hauch gemahlenen Kümmel dem Schüsselinhalt hinzu. Wobei ich mich zunächst in der Mühle vergriff und so ein Hauch gemahlener Rosmarin ebenfalls Zugang zu diesem Rezept fand. Geschadet hat es den Kidneyburgern nicht.

Nachdem ich mir anständig die Pfoten gewaschen hatte, vermengte ich alle Burgerbestandteile zu einer untrennbaren Burgerrohmasse. Die Konsistenz der Masse war erstaunlich gut.

Ein Haufen Kidneyburger-Rohmasse.

Ein Haufen Kidneyburger-Rohmasse.


Die Burger ließen sich widerstandlos und ohne großes Tamtam herausformen.
Kidneyburger-Rohlinge

Kidneyburger-Rohlinge. Sie lassen sich hervorragend aus der Kidneyburger-Rohmasse formen.


In der Pfanne erhitzte ich reichlich Öl und briet die Burger darin beidseitig scharf an. Anschließend reduzierte ich die Energiezufuhr etwas und brutzelte die Dinger unter Hinzugabe von Butter weiter. Das dauerte in etwa 10min. Die Butter verleiht den Burgern zum einen eine tolle Farbe und zum anderen einen guten Geschmack.
Jörgs Kidneyburger schmurgeln in der Pfanne mit Öl und Butter

Die Kidneyburger schmurgeln in der Pfanne mit Öl und Butter


Während die Burger also den finalen Brutzelgang absolvierten, wusch ich 5 Salatblätter ab, schnitt eine Tomate in Scheiben und stellte ebenso Gurkenscheiben her.

Alles zusammen fügte sich unter Beigabe von Senf und Ketchup zu den besagten Kidneyburgern.

Der fertige Ichkochwas-Kidneyburger

Der fertige Ichkochwas-Kidneyburger mit Semmel, Salat, Tomate und Gurke


Meine Frau war begeistert und auch ich schüttelte mir anerkennend die Pranke, während die ersten Bissen im Mund umherwanderten. Die Kidneyburger sind einfach Klasse. Klar – es sind keine echten Burger oder Buletten. Diese vegetarischen Burger sind aber aufgrund des Cheddars und der Kidneybohnen sehr kräftig im Geschmack.

Diese Kidneyburger gehören ab sofort zu meinem Repertoire an wiederholbaren vegetarischen Rezepten!

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