Wir hatten Kartoffeln, Olivenöl, 2 Paprikaschoten und Feta. Was kann man daraus machen? – Kartoffel-Gyros! Bratkartoffeln auf griechische Art. Und das ganze mal so für griechische Küche recht untypisch total vegetarisch.

Die Zutaten

  • ca. 750g Kartoffeln
  • Olivenöl
  • 100g Feta
  • 2 Paprikaschoten (am besten rote))
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Gyros-Gewürzmischung
  • Salz, Pfeffer
  • Thymian-Gewürz

Das braucht man

Das notwendige Equipment ist ja recht übersichtlich. Damit gewinnen die griechischen Kartoffeln einen Zusatzpunkt wegen „Sparsamkeit beim Abwasch“.

Beginnen wir mit dem langwierigsten Prozedere – dem schälen und zersäbeln des Gemüses. Den größten Aufgabenberg stellen wohl die Kartoffeln dar, weshalb wir uns diesen gleich widmen. Wenn die Kartoffeln geschält sind, ist schon Land in der Kochsicht.

Die geschälten Kartoffeln werden gewaschen und dann geachtelt. Das geht ganz einfach. Schneide die Kartoffeln in der Mitte durch. Lege die Kartoffelhälften auf die flache Seite und schneide die Hälften noch mal in der Mitte durch. Die geviertelten Kartoffeln halbierst du nochmal der länge nach. Fertig. Wirf die Kartoffelspalten in eine Schüssel.

Da die Kartoffeln zunächst ohne alles brutzeln, widmen wir uns dem restlichen Gemüse in wenigen Augenblicken. Natürlich steht es dir frei, die Vorbereitungsarbeiten konsequent zu Ende zu führen. Einen Zeitvorteil hast du dabei aber nicht.

Befördere deine Bratpfanne auf den Herd und kippe ca. 2-3 EL Olivenöl rein. Mach das Öl richtig heiß und hau dann die Kartoffeln in die Pfanne. Du wirst mit einem zünftigen Zischen und Spratzeln belohnt.

Während die Kartoffeln nun unter häufigen Wenden goldbraun gebraten werden, hast du in den Wendepausen Zeit, um dich den restlichen Zutaten zu widmen. Ach ja …. die Kartoffeln brauchen so im ersten Gang ca. 20min. Also reduziere die Energie und brutzel die Kartoffeln langsam. Hast du zuviel Power unter der Pfanne, besteht die Gefahr, dass du Kohle herstellst. Schrecklich schmeckende Kohle übrigens!

Die Zwiebel und der Knoblauch werden nackig gemacht; also geschält. Dann werden beide gewaschen und kleingehackt. Auf einem Küchenbrett mit einem Kochmesser gelingt das spielend leicht. Wie du Zwiebeln zerkleinerst, erfährst du u.a. in dieser praxiserprobten Anleitung „Wie man Zwiebeln richtig schneidet„. Mit dem Knoblauch kannst du übrigens genauso verfahren – nur im kleineren Maßstab. 😉

Lagere Zwiebeln und Knoblauch in einer Schüssel irgendwo ein.

Hast du die Kartoffeln vergessen? Prüfe die Beschaffenheit deiner brutzelnden Schützlinge.

Die Paprikaschoten werden in den Aggregatzustand „dünne Streifen“ überführt. Wie du Paprika richtig ausweidest und schneidest kannst du in einem weiteren Leitfaden sehr detailliert erfahren: Paprika richtig schneiden. Danach ist es ein Kinderspiel, die Paprika in dünne Scheiben zu schneiden.

Ich habe natürlich keine Ahnung wie lange die Kartoffeln nun bei dir schon braten. Sollte allerdings bereits eine halbe Stunde oder mehr vergangen sein, empfehle ich dir Übungsstunden in der Disziplin: Zwiebeln und Paprika – wie bringe ich die in bratengerechte Formen.

Ok … so maximal nach 20min Brutzelzeit kippst du die Zwiebeln, den Knoblauch und die Paprika zu den Kartoffeln. Hau noch nen halben Teelöffel Salz, Pfeffer, 1 EL Gyrosgewürz und 1 TL Thymian mit dazu. Wenn du magst schadet etwas Oregano auch nicht. Oder Rosmarin. Unter schärfster Beobachtung und tatkräftigen Wenden brätst du alles so ca. 10min weiter. Es macht überhaupt nichts, wenn dabei die einzelnen Bestandteile immer mehr durcheinander geraten. Im Gegentum – das ist so gewollt.

10min später probierst du die Kartoffeln. Sind sie noch hart oder schon angenehm bißweich? Wenn sie zu hart sind, dann deckel die Pfanne ab, reduziere die Hitze unter der Pfanne auf ein Minimum und überlaß das Ganze so 5min sich selbst. Durch den Deckel garen die Kartoffeln stärker. Sie verlieren dabei zwar etwas an Knackigkeit, aber sie werden weicher.

Eigentlich bist du fertig. Und was ist jetzt mit dem Feta? Den schneidest du in kleine Würfelchen und streust diese über die Kartoffeln.

Abschmecken ist angesagt. Greif ggf. mit etwas Salz und weiterem Gyrosgewürz dem Geschmack unter die Arme.

Fertig!

Fazit: Einfach, billig, gesund. Zweifellos griechisch.

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