Kürbissuppe ist jetzt im Herbst eine willkommene Abwechslung im kulinarischen Alltag. Kürbis kochen – lange Zeit war das für mich ein absolut unbekanntes Terrain. Dabei gibt es soviele gute Kochrezepte mit Kürbis. Dieses hier – die Kürbissuppe mit Kartoffeln – ist eines davon. Die Kürbissuppe zeichnet sich vor allem durch folgende Punkte aus:

  • sehr schmackhaft
  • sehr billig
  • sehr einfach

Auf dem Wochenmarkt kannst du zur Zeit Kürbisse an mass erstehen. Halte Ausschau nach Hokkaido-Kürbis, denn den muss man nicht schälen, sondern kann ihn ohne große Vorbereitung kochen.

Die Zutaten

für 4 Personen

  • 750 g Hokkaidokürbis
  • 350 g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1Tl Salz, 1/4Tl Pfeffer, Muskat
  • 2 El Öl
  • 200 ml Sahne (alternativ: Vollmilch)
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 2 El Schnittlauch
  • 2 El Kürbiskerne
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Kürbissuppe kochen

Die Vorarbeiten für diese Kürbissuppe halten sich in Grenzen und beschränken sich auf wenige Routinetätigkeiten.

Zunächst wäscht du mal den Kürbis. Danach ist der Einsatz eines Kochmessers eine große Erleichterung. Drappiere den Kürbis auf einem Schneidebrett und teile ihn mit dem Kochmesser. Der Kürbis legt sein Innenleben offen. Du kannst jetzt variieren: entweder du schnappst dir nen großen Löffel und schabst damit das kernige Innenleben aus oder du machst es so wie ich: Ich teile den Kürbis bis auf Achtel herunter (mit dem großen Kochmesser geht das wirklich spielend einfach) und schneide dann an der Innenseite des Kürbisfleisches die Kerne und Fleischfasern heraus. Das ist Biomüll. Ich finde das wesentlich einfacher als das Ausschaben und bringt mich der nächsten Teilung gleich näher: die Kürbis-Achtel werden dann noch in gröbere Stücke geschnitten. Halt so, dass alles dann in einen Topf paßt.
Versuche den Kürbis in seinem Rohzustand oder halbiert in einen Topf zu packen und du wirst verstehen, warum ich die vielfache Teilung des Kürbis empfehle.

Wertvoll: Große Frucht erfordert großes Messer!

Als nächstes schälst und wäscht du die Kartoffeln. Ein Vorgang, den ich an dieser Stelle nicht weiter erläutern möchte. Du findest viele Rezepte mit detaillierten Beschreibungen auf ichkochwas.de.

Die Zwiebel wird auch geschält, gewaschen und fein geschnitten. Wie das geht? (Schau mal beim Gurkensalat. 😉 )

Mache Wasser im Wasserkocher heiß! Das ist energietechnisch absolut empfehlenswert. Das heiße Wasser brauchst du für die Brühe.

Greife zum großen Topf, kippe das Öl hinein und stelle ihn auf den Herd. Erhitze das Öl etwas, schütte die Zwiebeln hinein und schwitze sie an. Mitunter kommt der unerfahrene Koch an dieser Stelle selbst ins Schwitzen, wenn er nicht weiß, wie Zwiebeln schwitzen. Sieht man Schweißperlen? Riechen Zwiebeln wenn sie schwitzen? (Letzteres kann man verneinen: keine Achseln!)
Sobald die Zwiebeln glasig sind (noch so ein komischer Begriff!) haust die Kürbisstücke und das Kartoffelklein in den Topf und brutzelst alles so für 2-3min an. Dabei sorgst du mit einem Kochlöffel dafür, dass nichts anbrennt.

In einem Messbecher (so bis 1 Liter) fülle ich immer die erforderliche Menge Wasser ein und löffel da so lange Gemüse-, Rinder- und/oder Hühnerbrühe hinein, bis die Brühe so pur trinkbar ist und schmeckt. Auf diese Art und Weise kann ich nicht das ganze Essen versauen, wenn ich mal zu viel Brühe verwende. Bei Zuwenig kann ich immer noch nachwürzen. Die Faustregel ist: wenn die Brühe trinkbar ist und schmeckt, dann ist sie auch für die Weitervarbeitung geeignet.

Schütte die Brühe zu den Kürbis-Kartoffeln, deckele den Topf ab und lass alles so für 20-30min köcheln. Köcheln wohlgemerkt, nicht auf volle Pulle kochen. Hin und wieder rührst du alles mit einem Kochlöffel um.

Wenn Kürbis und Kartoffeln weich sind (piekse mal mit nem spitzen Messer rein: wenn das ganz leicht durchflutscht bedeutet das „weich“), kippe die Sahne dazu. Möchtest du es etwas kalorienärmer, verwende statt Sahne einfach Milch. Geht auch.

Jetzt kommt die Stunde der Pürierer! Greife zum Zauberstab (altmodische Menschen wie ich sagen: Pürierstab) und püriere den Topfinhalt.

Das Familienkochbuch beinhaltet u.a. auch Rezepte für Kürbissuppe!

Mit Salz, Pfeffer und Muskat kannst du nun die Kürbissuppe abschmecken. Bedenke: sei vorsichtig mit diesen Dingen – es ist viel einfacher nach und nach die Kürbissuppe schmackhaft zu würzen, als einmal zuviel geworfenes Gewürz wieder zu extrahieren. (Was oft ein Ding der Unmöglichkeit ist.)

Wasche den Schnittlauch und hacke ihn klein. Schneidebrett und Kochmesser sind auch an dieser Stelle die richtigen Werkzeuge.
Wenn es ans Essen geht streue Schnittlauch und ein paar Kürbiskerne über die Suppe. Das sieht richtig gut aus und das Auge ißt ja mit.

Guten Appetit!

Diese Rezept für Kürbissuppe ist trotz seine Länge kein sehr aufwendiges Essen. Die Kürbissuppe gelingt eigentlich immer. Wir reichen dazu oft Baguette oder einfach Brot zum Tunken.
Probiere die Kürbissuppe mal aus und schreibe mir, wie sie gelungen ist. Ich würde mich über deine Erfahrungen freuen.

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2 thoughts on “Kürbissuppe mit Kartoffeln

  1. vielleicht ne blöde Frage aber für wieviel Personen hast du die Rezepte egentlich so geplant? Nicht das ich Probleme hätte die eventuell entstehenden Reste zu vernaschen.*g*

    • Hi Silberlocke,
      meine Rezepte sind meist so geplant, dass gut und gern 4-5 mittelstarke Esser davon satt werden. Je nach Appetit und kulinarischem Gehalt werden dann alle satt oder nicht. Meistens essen wir aber ein- bis zweimal davon. Gerade bei Suppen und Eintöpfen. Das schöne daran: oft freut man sich schon nach dem Essen auf den „Nachschlag“ am nächsten Tag. 🙂

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