post

Salbeibutter ist eine echte Überraschung für Neulinge auf dem Gebiet der Nudelsoßen oder Kräuterbutter-Varianten. Für Kenner ist Salbeibutter ideal geeignet, um den eigenen Gaumen oder den geschätzter Gäste zu verwöhnen. Denn Salbeibutter hat einen absolut genialen Geschmack – ob als Nudelsoße oder als Kräuterbutter ist dabei einerlei. Eines soll aber nicht verschwiegen werden: die üppige Verwendung von Butter. Gut – der Name „Salbeibutter“ sagt’s ja eigentlich schon, doch ich will es einfach gleich auf den Punkt bringen: Kalorienbombe! Als zweites möchte ich dir ein selbstbewußtes „Egal“ entgegenschmettern, denn Salbeibutter ist es wert, die Gedanken an Pfunde achtlos beiseite zu schieben.




Die Zutaten

  • Salbei
  • Salz (am besten Meersalz)
  • 250g Butter (das ist genau ein Stück)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

Das braucht man

.

Die Herstellung von Salbeibutter ist eigentlich recht einfach, wenn du auf ein paar „Kleinigkeiten“ acht gibst. Ich werde gleich zwei mögliche Salbeibutter-Rezepte vorstellen: einmal als Nudelsoße und einmal als Kräuterbutter.

Ganz wichtig: Nimm frischen Salbei. Den gibt’s inzwischen auch in jedem gut sortierten Supermarkt in der Gemüseabteilung. Besser noch ist der Salbei aus dem eigenen Kräutergarten. Wer diese Luxusvariante zur Verfügung hat, sollte die auch nutzen.
Die Salbeiblätter sollten grün sein. Sind sie es nicht mehr, vergiß die Idee, die Blätter mit Farbe einzugrünen. Besorge grüne Salbeiblätter!

Möchtest du die Salbeibutter als Nudelveredlung nutzen, setze gleich die Nudeln an. Idealerweise werden Nudelsoße und Nudeln gleichzeitig fertig. Und das nun folgende Prozedere zur Herstellung von Salbeibutter dauert nicht lang.

Echter Salbei

Echter Salbei

Salbeibutter-Rezept

Entkleide das Butterstück und befördere die Butter in einen Topf. Das Papier kommt in den Müll (gelber Sack! – Tu es gleich, nacher vergißt du es vermutlich.) Entlaube den Salbei bis du etwa 1-2 lockere Hände voll Salbeiblätter hast. Mittels Wasser kannst du die Salbeiblätter kurz durchspülen.

Gut – Energie bitte! Unter den Topf. Während die Butter so vor sich hin schmilzt, schnappst du dir dein Kochmesser und ein Schneidebrett. Du hackst jetzt die Salbeiblätter kurz und klein. Ich mag es lieber, wenn es wirklich fein gehackt ist, kenne aber andere, die auf größere Blättereien stehen. Du weiß selbst, was du lieber magst oder wieviel Engagement du beim Salbeihacken zeigen möchtest.

Die Butter sollte in der Zwischenzeit nicht verbrannt sein. Wenn sie dunkelbraun oder gar schwarz im Topf blubbert warst du zu langsam beim Salbeiblätterhacken. In diesem Fall fängst du einfach noch mal von vorn an. Es kommt darauf an, wieviel Salbei und Butter du vorrätig hast. Übung macht den Küchenmeister – also übe! 🙂

Die Butter ist also flüssig-butterig im Topf und freut sich über die plötzliche Gesellschaft der zerkleinerten Salbeiblätter und einer guten Prise Salz. Wie immer sei an dieser Stelle der Hinweis erlaubt, dass Vorsicht die Mutter aller Salbeibuttern ist: nimm erst behutsam Salz und schmecke am Ende dann solange ab, bis es schmeckt. Es ist viel einfacher Salz nachzuwürzen, als Salz aus der Salbeibutter heraus zu extrahieren.

Erhöhe die Energiezufuhr! Bleib beim Topf! Paß auf! (Du merkst sicher, dass dies die „Kleinigkeit“ ist, welche ich eingangs bereits erwähnte.)

Und jetzt teilt sich dieses Rezept in die Nudelsoßen-Variante und die Kräuterbutter-Vollendung.

 

Salbeibutter als Nudelsoße

Die Butter wird langsam braun. Das nimmt nicht mehr als 2-4min in Anspruch … länger dauert das erfahrungsgemäß nie! Danach nimmst du den Topf sofort von der heißen Herdplatte und … richtest die Nudeln auf den Tellern an und kippst die Salbeibutter-Nudelsoße darüber … Essen ist fertig!

 

Salbeibutter als Kräuterbutter

Wenn die Butter anfängt braun zu werden, reduzierst du die Hitze und nimmst erstmal den Topf von der Herdplatte. Jetzt schmeckst du mit Salz, Pfeffer und ein klein wenig Muskatnuss ab. Wenn sich die Platte etwas abgekühlt hat, drappierst du den Topf noch so für 5min auf kleinster Hitze drauf. Passieren kann jetzt nichts mehr. So von wegen Einschwärzung der Butter und so. Allerdings nimmt die Butter nun noch einiges von dem Salbeiaroma auf.

Hier ist ein wenig experimentieren angesagt: du musst selbst herausfinden wieviel Salbeigeschmack du in der Salbeibutter magst. Das kann ich nicht vorhersehen. Glücklicherweise ist Salbeibutter ein sehr günstiges Rezept – einem ausgiebigen Probieren und Testen steht aus finanzieller Sicht nichts entgegen.

Letztlich füllst du die Butter in kleine verschraubbare Gläschen, die du vorher penibel mit heißem Wasser ausgespült hast. Die Gläser werden dann verschraubt und in den Kühlschrank befördert, wo sie ihres Einsatzes harren. Idealerweise zum nächsten Grillen als Kräuterbutter zum Steak oder auf Baguette. Hmmmmm … Hammer sage ich nur.

 

Salbeibutter – das Fazit

Salbeibutter ist ein sehr einfaches Rezept mit dem es dir garantiert gelingen wird, deinen Gästen ein bewunderndes Ahhhh und Ohhhhh und Hmmmmm zu entlocken. Probiere es aus! Und schreibe mir wie es war.
Du hast noch andere Salbeibutter-Rezepte auf der Pfanne? Zögere nicht, mir diese mitzuteilen. Ich werde sie nachkochen. Wobei … von Kochen kann ja fast keine Rede sein. 🙂

Salbeibutter ist zwar eine Kalorienbombe, aber eine sehr schmackhafte.



4 thoughts on “Salbeibutter Rezept

  1. Hallo Jörg, das Rezept könnte von mir geschrieben sein! Sehr unterhaltsam und humorvoll, so macht es Spaß, selbst in der Küche Hand anzulegen, Salbeibutter ist wahrlich was Feines!

    • Hi Kim,
      vielen Dank für das Lob! Schreibst du selbst auch Rezepte? Hättest du vielleicht eines für mich? Fände ich klasse, wenn ich es hier auf ichkochwas.de vorstellen dürfte. 🙂
      Kulinarische Grüße vom Bodensee
      Jörg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.