Alljährlich nach der Fasnet, dem Karneval, dem Fasching oder wie auch immer diese komische Zeit bei dir heißt, in der sich Menschen vermummt zum Affen machen, bricht die Fastenzeit über das Volk herein. Die Fastenzeit dauert von Aschermittwoch bis zum Beginn der Messe vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag.

Groteske Fratze - vermutlich aber nicht durch das Fasten entstanden.

Hardcore-Faster?
Es ist nicht erwiesen, dass man durch das Fasten ein etwas verbiestertes Wesen bekommt.

Ich selbst stehe dem Fasten sehr tolerant gegenüber: ich faste nicht selbst, lasse aber die Fastenden machen, wenn sie wollen. Fasten bedeutet für mich „nichts essen“. Nicht bloß der Verzicht auf Schokolade, Alkohol oder Fleisch. Nein – Fasten ist für mich der ultimative Verzicht auf feste Nahrung. Ich habe gerade gelernt, dass man dann auch vom Heilfasten spricht, denn diese radikale Fasten-Form dient der Entschlackung und Regeneration des Körpers. Meiner Meinung nach erfordert das auch die höchste Disziplin und geistige Stärke. Ich glaube (sic!), dass nur die wenigsten Anhänger des religiösen Fastens ein Heilfasten in der Fastenzeit praktizieren. Dabei muss das Heilfasten aber nicht auf die Fastenzeit beschränkt sein. Heilfasten kann man das ganze Jahr über praktizieren. Ich kenne Menschen, die aber jetzt beginnen, den Körper durch Fasten wieder auf Vordermann zu bringen: meine Frau zum Beispiel. Sie ist geübte Fasterin, denn einmal im Jahr setzt sie Nahrung für mehrere Wochen aus. Und überlebt! Ich bin immer wieder erstaunt darüber. Und froh! Natürlich. 🙂 Ich muss sie mal bitten, einen Text über das Heilfasten zu schreiben. Vielleicht ein Fasten-Tagebuch. Das wäre doch was, oder?

Kinder hingegen sehen das Fasten eher lockerer. Da wird auf Süßigkeiten verzichtet oder Wurst und Fleisch. Sogar „Fernsehverzicht“ ist eine besonders neumodische Form von Fasten, die Kindern alles abverlangt. Und den Eltern, die dann gezwungenermaßen ein Alternativprogramm auf die Beine stellen müssen. 🙂 So bekommt die Fastenzeit auch einen gesellschaftlichen Seiteneffekt, denn die Familienmitglieder beschäftigen sich wieder mehr miteinander, anstatt sich passiv berieseln zu lassen.

Ich habe jetzt hier eine Rezept-Sammlung für die Fastenzeit zusammengestellt und hoffe, dass die eine oder andere Variante dir zusagt:

Rezepte zur Fastenzeit

  • dünne Gemüsebrühe
  • Wasser
  • Wasser mit Wasser verdünnt
  • stilles Wasser
  • Mineralwasser ohne Kohlensäure
  • Wasser an der frischen Luft
  • wässriges Wasser in der Mittagssonne
  • Leitungswasser (für fastende Manager)
  • mit Tee angereichertes Wasser

All diese Rezepte sind für das Fasten geeignet und recht günstig. Lediglich beim Wasser muss auf höchste Qualität geachtet werden. Das ist sehr wichtig. Beim Tee ist unbedingt darauf zu achten, dass es keine anregenden Tee-Sorten sind; auch sollte nur naturbelassener Tee genossen werden, also Tee, der keine Zusatzstoffe enthält.

Was brutal wichtig ist für alle die das erste Mal so richtig fasten wollen: sprecht unbedingt mit einem Arzt darüber. Vorher! Denn Heilfasten ist zwar sehr heilsam, kann aber auch – wenn unbedacht durchgeführt – zu unangenehmen Folgen führen. Also – Obacht!

Mit diesen ersten Rezepttipps zur Fastenzeit hoffe ich, dir einen guten Fastenleidfaden für die Fastenzeit gegeben zu haben. Viel Spaß beim Fasten!

 

Psssssst: Wer es bis hierher noch nicht gemerkt hat: Diese „Rezeptsammlung“ für die Fastenzeit ist mit einem Augenzwinkern zu lesen. Die Fasten-Hinweise sind jedoch ernst gemeint. Ich musste die ganze Zeit beim Schreiben schmunzeln! Ich habe übrigens nicht vor, die Fastenzeit aufs Schreiben zu verzichten. Das wäre ja noch schöner. 🙂

2 thoughts on “Rezepte zur Fastenzeit

  1. Ich habe schon zwei Mal gefastet. Wie Du hier schreibst ist es so, dass man durchaus Gewicht verliert während des Fastens, doch die sind sofort wieder da. So leicht lässt sich der Körper die lieb gewonnen Reserven nicht stibizen. Für Geist und Seele ist es aber Urlaub pur! Ich denke immer gerne an diese Zeiten zurück. Fasten tut gut. Nun, da ich vor kurzem abgestillt habe steht wieder eine Saftkur an. Allerdings eher als Nahrungsergänzung, damit ich meinen Körper bei der Regeneration von der Schwangerschaft unterstützen kann.

  2. Ich habe bisher nur gutes gelesen und finde es sehr interessant. Ich werden mal meine Hausarzt dazu befragen, wie du schon als Tipp gesagt hast. Dann werde ich meine Körper mal langsam heranführen. Ein Fasten Tagebuch wäre sehr interessant. Ist es vielleicht schon online?

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