post

Gestern mussten wir improvisieren. Da ich am Samstag die eigentlich für Sonntag geplanten Rindersteaks gegrillt hatte (waren auch lecker), stand ich zunächst recht ratlos vor einem 800g schweren Brocken Putenbrustfilet. Was sollte ich damit tun?

Putenbrustfilet

Gemeines Putenbrustfilet - ohne Käsemantel (Foto: JaBB / Flickr.com)

Nun begab es sich letzte Woche, dass meine Frau auf einem Event des hiesigen Tagesmüttervereins weilte. Für dieses Event wurde u.a. eine recht beachtliche Menge eines Käseaufstrichs hergestellt, der nach Aussagen der Erzeuger aus Schafskäse, Knoblauch, Kräutern und anderen Inkredenzien bestand. Wir hatten die umfangreichen Reste dieses Aufstrichs im Kühlschrank. Die Käsemasse schmeckte noch sehr gut und lecker auf Brot. Ich hab’s getestet. Aber die pure Menge ließ entweder einen raschen Verbrauch durch mehrtägiges Käseaufstrich-Essen oder den Bio-Müll zu. Oder aber …

Ich teilte die Putenbrust und packte sie in den Käsebrei. Ich zog ihr sozusagen einen Käsemantel an. Das so verkleidete Putenbrustfilet fand einen Unterschlupf im ausgiebig gewässerten Römertopf. Einfach so – eingepackt und ab in den Römertopf. Und dann in den Ofen, den ich als erfahrener Römertopfhase natürlich nicht vorgeheizt hatte. Für knapp 60min bei 175°C Ober- und Unterhitze überließ ich dieses große Überraschungsei sich selbst. Ich hatte keine Ahnung was daraus werden würde ….

In des kochte ich noch Basmati-Reis. Genau so, wie ich es hier auf der Basmatiseite beschrieben habe. Falls die Soße (so es denn überhaupt eine geben würde) nicht schmeckte, konnte man den Reis immer noch mit Ketchup essen. Kinder lieben das ja aus mir unerfindlichen Gründen.

Nach der von mir aus dem Bauch heraus veranschlagten Ofenzeit holte ich den Römertopf wieder raus und lupfte neugierig den Deckel …

Ich fand ein mit einer käsigen „Kruste“ überzogenes Putenbrustfilet darin vor, welches in einer extrem öligen Lache badete. Es müssen Unmengen Butter in der Käsecreme gewesen sein. Und Schafskäse ist auch nicht gerade fettarm.
Also kippte ich die Soße in einen Topf und schöpfte das Fett ab. Es blieb tatsächlich noch ein Sößchen über. Eine Soße, die ziemlich käsig schmeckte, über eine leicht säuerliche Note verfügte und angereichert mit etwas Pfeffer und zum Reis tatsächlich essbar war!

Zusammen mit dem Putenbrustfilet war das Essen alles in allem etwas zu trocken.

Genau das ist der Grund, warum ich dies hier auf ichkochwas.de schreibe und es nicht einmal als Rezept deklariere. Das Essen war nicht schlecht, aber auch kein Überhammer. Und ganz eigentlich wäre dieser Post auch auf Roemertopf-Rezepte.de besser aufgehoben. Doch diese Seite ist kein Blog, sondern besteht aus statischen Seiten. Wo hätte ich das dann hinpacken sollen? Aber zum Glück habe ich ja ichkochwas.de … 🙂

Was bleibt ist die Frage: Was hätte ich „gescheites“ daraus zaubern können? Kannst du mir das verraten?

3 thoughts on “Putenbrustfilet im Käsemantel

  1. Hallöle,

    ich hättte die Käsepampe vermischt mit Sahne und evtl. bissle Gemüsebrühe. Das alles ggf. auf dem Herd in einem Topf schön verrührt, nicht zu flüssig, nicht zu zäh. Kalt kann Käsecreme doch sehr pampig sein, gell. Dann die Putenbrust in Schnitzel-Größe und -Dicke klein gemacht. Schnitzel in eine gefettete Auflaufform, warme Sosse drüber und rund 30 Minuten in Ofen bei 180 Grad Umluft. Das Fleisch sollte mind. grad so bedeckt sein mit der Sosse. Dazu Reis, so hat man dann auch gleich ein Sösschen 🙂 In die Sosse könnte man theoretsich auch noch Pilze, Paprikastückchen etc. machen . Sowas geht schnell und ist immer lecker.

    • Ja – das hätte ich so machen können. Allein die Gedanken daran wollten nicht in mein Hirn. Das kann durchaus auch daran gelegen haben, dass ich neben keinen Pilzen auch keine Paprika im Hause hatte. Dazu kommt noch keine Sahne. im Ganzen betrachtet war das keine gute Ausgangsposition. Doch sollte ich jemals noch einmal in diese Verlegenheit kommen, werde ich mich deiner Anregungen erinnern, so denn mein Gedächtnis noch fit ist. 🙂

  2. Je nach Konsistenz der Käsepampe hätte evtl. auch nur Gemüsebrühe ausgereicht für das Sössle 🙂

    Probieren geht über studieren und das geht eben nur mit dem was zur Verfügung steht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.