Ein guter Kochtopf ist beim Kochen die halbe Miete. Ein guter Kochtopf zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • der Kochtopf rostet nicht
  • der Topf ist groß genug
  • der Kochtopf läßt sich leicht reinigen
  • der Kochtopf passt auf den Herd.
  • der Boden des Kochtopfs ist nicht „gewölbt“

Der Rest sind Detailfragen, die ich gegebenfalls in einem späteren Beitrag noch klären werde. Immerhin ist die Frage „Welche Kochtöpfe gehören unbedingt in die Küche?“ von elementarer Bedeutung für ambitionierte Kochtopf-Helden.

Wenn du ungeduldig bist und dir mein gleich folgendes Geschwafel über Kochtöpfe nicht antun möchtest, findest du mittels des folgenden Links gleich direkt zum Kochtopf-Test, der sich am Ende dieses Beitrags findet.

Kochtopf-Theorie

Für diesen Artikel gehe ich davon aus, dass du bereits über einen Kochtopf oder mehrere Töpfe verfügst. Die Frage ist jetzt: Wie findest du heraus, ob deine Kochtöpfe noch intakt sind. Oder ob du dich mal nach neuen Kochtöpfen umschauen solltest. Oder vielleicht einen neuen Kochtopf auf den vorweihnachtlichen Wunschzettel schreibst.
Immerhin kochst du ja bereits oft mit deinem Kochtopf. Da ist Verschleiß unter Umständen ein Thema. Oder ist dir dein Kochtopf vielleicht schon einmal runtergefallen? Soll schon vorgekommen sein. Selbst wenn der Topf danach rein äußerlich keine oder scheinbar vernachlässigbare „Schäden“ davongetragen hat, könnte es sein, dass der Topf nun ein Risiko für deine Geldbörse darstellt. Ein Kochtopf kann nämlich auch in seiner „Seele“ beschädigt werden.

Eine der wichtigsten Eigenschaften, die ein guter Kochtopf haben sollte, ist: Wie gut leitet der Kochtopfboden die Wärme der Herdplatte in das Innere? Denn da wird die Hitze ja benötigt! Sehr wichtig für eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit ist, dass der Topf wirklich plan auf der Herdplatte aufliegt. Denn nur dann wird die Herdwärme über die ganze Fläche des Topfbodens in das Innere vom Kochtopf geleitet.

Nehmen wir z.B. einen Edelstahltopf. Bei Edelstahltöpfen ist der Boden normalerweise mit 2 Lagen Silberlot befestigt. Vergißt du mal den Topf auf dem Herd oder der Topf knallt die in einem unachtsamen Moment auf den harten Küchenboden, kann die Überhitzung oder der Sturz dafür sorgen, dass sich das Silberlot löst. Das Dumme daran ist: du siehst es unter Umständen nicht. Und was noch blöder ist: eine gelöste Silberlotbefestigung kann man nicht reparieren – die ist permanent!
Aber was ist jetzt so schlimm daran?
Tja – wenn der Boden einen Schaden hat, dann wird die Wärme nicht mehr optimal in das Topfinnere geleitet. Das bedeutet, dass du letzlich mehr Energie benötigst, um dein Essen zu kochen. Folglich brauchst du mehr Strom. Mehr Strom kostet mehr Geld und …. also … Du verstehst was ich meine, oder?

Eine andere Sache ist die generelle Verarbeitung deines Kochtopfs und hier gilt es gleich, eines festzuhalten: Gute Kochtöpfe kosten gutes Geld. Die Verarbeitung von wirklich guten Kochtöpfen ist sehr aufwändig. Bei billigen Kochtöpfen wird oftmals bei der Verarbeitung gespart. Und das resultiert sehr oft in gewölbten Kochtopfböden. Ein gewölbter Kochtopf liegt von Natur aus nicht plan auf der Platte. Die Energie des Herdes zirkuliert in den Hohlräumen zwischen Herdplatte und Kochtopf-Boden und wird nicht sofort in das Innere des Kochtopfs geleitet. Ich weiß das – ich hatte (und habe *augenroll*) selbst solche Billigtöpfe. Und sie rauben mir den letzten Kochnerv. (Weswegen ein Kochtopf-Set ganz oben auf der Wunschliste steht.) Billige Kochtöpfe kosten Geld: einmal weniger in der Anschaffung und dann aber immer weiter in Laufe ihrer Nutzung. Denn sie brauchen viel mehr Strom als gute Kochtöpfe.

Der Beweis kommt jetzt.

Der große Kochtopf-Test – sind deine Kochtöpfe noch ok?

So testest du jetzt deinen Kochtopf:

1. Der Kippeltest
Stelle den Topf auf eine ebene Fläche. Kippt der Topf auf eine Seite? Oder kannst du den Topf merkbar „kippeln“. Wie auf einer Wippe in etwa? Wenn das der Fall ist schmeiß den Kochtopf weg. Sofort. Der kostet dich jede Menge Geld, welches du besser hier in einen besseren Kochtopf invenstieren kannst.

2. Der Bläschen-Test
Stelle den Topf auf den Herd und fülle ca. 1cm Wasser ein. Dann erhitze das Wasser.
Wenn der Siedepunkt des Wassers erreicht ist, steigen Bläschen vom Topfboden her auf.
Ergebnis: Wenn die Bläschen an allen Stellen des Topfbodens gleichzeitig erscheinen – ist der Topf in Ordnung. Der Topfboden ist ganz. Super.
3. Der Topf-Vergleich
(Dieser Test ist z.B. geeignet um festzustellen, ob ein heruntergefallener Topf irgendwelche Schäden davongetragen hat.)

Schau nach, ob du noch einen oder zwei gleichgroße Töpfe auftreiben kannst. Mit der Größe ist der Durchmesser gemeint. Kippe in jeden dieser Töpfe 1l Wasser. Stelle den ersten Topf auf die kalte Herdplatte und schalte den Herd ein. Messe die Zeit, die was Wasser bis zum Kochen braucht. Wiederhole das mit den anderen Töpfen.
Bereits 5 Sekunden Unterschied bedeutet einen erheblichen Mehrverbrauch an Energie und deuten auf Probleme hin. Du solltest den langsamsten Kochtopf am besten austauschen. Er macht dich nur ärmer.

Vielleicht bist du froh, dass deine Töpfe den Testparcour mit bravour bestanden haben. Du freust dich, dass dein kleines Malheur neulich, als dir der Kochtopf aus den Händen glitt und über den Küchenboden polterte, keine ernsthaften Folgen hatte.
Doch – manchmal zeigt sich nicht sofort, ob irgendwas mit dem Herunterfall-Kochtopf ist. Daher solltest du – nur um sicher zu gehen – den dritten Test so nach 10 Kochvorgängen wiederholen. Wenn er dann noch immer die Kochtopf-Test-Hürden ohne Fehler nimmt, ist der Topf schadlos davongekommen. Glückwunsch. 🙂

Topf-Set von WMF

Gute Töpfe machen sich bezahlt: Die hier von WMF wären was für mich. *hach*


Damit bin ich am Ende. Mein kleiner Exkurs in die Kochtopf-Theorie und der große Kochtopf-Test sind damit beendet. Hast du noch eigene Testverfahren für Kochtöpfe, die sich bewährt haben? Dann her damit – ich möchte lernen. Ansonsten hoffe ich, dass dir der Kochtopf-Test beim Geldsparen hilft. Übrigens: dem Thema Energiesparen beim Kochen hatte ich bereits vor einiger Zeit ein paar Zeilen gewidmet: 10 Tipps zum Energie und Geld sparen beim Kochen und Backen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.