Hackbraten war für mich immer ein Buch mit 7 Siegeln, hörte ich doch einst, dass die Herstellung eines solchen mit imensen Schwierigkeiten verbunden ist und man Tod und Teufel falsch machen kann. Alles Quatsch! Ich fand ein Rezept für einen Hackbraten, welches so einfach ist, dass ich es erst vorgestern in die Tat umsetzte.

Die Zutaten

  • 2 kg Rinderhackfleisch
  • 2 Becher Schmand
  • 2 Tüten Zwiebelsuppe (ja, diese Tütensuppen!)
  • etwas Salz und Pfeffer
  • ein wenig Semmelbrösel

Das braucht man

.

Mehr brauchts wirklich nicht, doch läßt dieses Rezept Spielraum für kulinarische Experimente.

Man nehme eine große Schüssel und kippe das Hackfleisch in selbige. Die Tütensuppen sowie den Schmand haut man gleich dazu. Zwei Prisen Salz und ebensoviel Pfeffer habe ich gleich mit in die Schüssel entsorgt. Letzteres muß nicht sein, doch spürte ich das innere Verlangen dies zu tun und gab nach.

 

Der nächste Schritt bei der Zubereitung ist mehr hygienischer Natur und besteht im Hände waschen.
Mit frisch gereinigten Pfoten matscht man frohgemut in der Schüssel herum. Solange – bis die einzelnen Inkredenzien des Hackbratenrezepts nicht mehr auseinander zu halten sind. Dieser merkwürdige Brei hat nun u.U. nicht die Konsistenz um eine Laibform über längere Zeit aufrecht zu erhalten. Dazu sind nun das Paniermehl oder die Semmelbrösel da. Diese werden vorsichtig etappenweise mit unter den angehenden Hackbraten gemischt und munter verknetet. Etappenweise deshalb, weil ich schon öfter den Eindruck hatte, dass manche Herstellungswettkämpfe von Bäckern gewonnen wurden (wenn du verstehst was ich meine).

Hat man das Gefühl, dass sich eine formbare Masse entwickelt hat (glaube mir, ich habe es gleich gemerkt!), beendet man die entspannende Breimassage und nimmt nun am besten eine flache Auflaufform zur Hand, welche mit etwas Butter eingerieben wird. Anschließend befördert man die Masse in die Auflaufform und versucht aus dem unansehnlichen Haufen eine Art Laib zu formen. So wie ein Brot in etwa. Das hört sich schwieriger an als es ist. Probiere es aus!

Unterdessen heizt man den Ofen auf ca. 180°C (Umluft!) auf und stellt die Auflaufform mit dem Hackbraten in selbigen. In diesem Domizil verbleibt der Braten nun für ca. 1 Stunde. Wenden muß man den Hackbraten nicht!

Bis an diese Stelle muß man ca. 10min „Arbeit“ einplanen.

Nach einer Stunde – die Küche duftet wie ein Hackbraten-Eldorado – nimmt man den Braten heraus, erfreut sich am blendenden Aussehen des Schützlings und schneidet ihn dann elegant in Scheiben, welche beispielsweise zu Salzkartoffeln und geschmorten Bohnen gereicht werden.

Hmmmmmmm … einfach lecker. Es muß lecker gewesen sein, denn meine große Tochter beteuerte mehrmals beim Essen, dass sie mich seeehr lieb hat!

Bei der Zubereitung des Hackbraten kamen mir noch folgende optionale Ideen in den Sinn, welche ich beim nächsten Versuch sicherlich in die Tat umsetzen werde:
1. 2 Zehen Knoblauch
2. Petersilie
Beides noch zusätzlich in die Hackmasse geknetet machen bestimmt dieses Hackbraten-Rezept zu einem Leckerbissen.

2 thoughts on “Hackbraten

  1. Das Rezept sieht nicht nur gut aus, sondern es schmeckt auch so gut. Ich nehme für die Hackbraten Zubereitung immer einen Römertopf, da gelingt er auch immer sensationell.

    • Hi Ilona,
      ich finde auch, dass Hackbraten immer „schwergeredet“ wird. Mit dem richtigen Rezept geht der immer. Wie machst du den denn im Römertopf? Bin gespannt auf dein Rezept.
      Kulinarische Grüße vom Bodensee

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