Griechische Hähnchenpfanne wird mit Kartoffelecken, Bohnen, Feta und Hähnchen im Ofen zubereitet. Das Rezept ist nicht gerade diätgerecht. Aber wann ist das griechische Küche schon mal. 🙂 Falls du dich fragst, warum dieses Rezept auch in der Rubrik „Vegetarisch“ zu finden ist … du kannst die Hähnchenteile auch weglassen. Das Essen wird auch dann sehr, sehr schmackhaft.

Es ist Sommer und somit eigentlich viel zu warm zum Kochen. Doch hatten wir Besuch und da musste was fixes, unkompliziertes auf den Tisch. Und kindgerecht musste es sein. Immerhin waren 6 Kindermäuler zu stopfen.

Also besorgten wir:

Die Zutaten

(für 3 Erwachsene und 6 Kinder)

  • 2,5kg Kartoffeln
  • 1 Beutel TK-Bohnen (grün)
  • 3 Zwiebeln
  • 3-4 Zehen Knoblauch
  • Rosmarin, Oregano, Salz, Pfeffer, Paprika
  • 9 Hähnchenschlegel
  • 2 Feta
  • Olivenöl
.

Wenn du diese griechische Hähnchenpfanne zubereitest wirst du alles in allem 1,5h beschäftigt sein; 20min davon intensiv. Die restliche Zeit ist einfach entspannend und kann mit dem Genuß von Retsina überbrückt werden. Das hätte ich gestern gern getan, hatte aber keinen Retsina im Haus. Auch keinen kalten. Dumm gelaufen.

Als erstes widmest du dich den Kartoffeln, welchen du mit einem Schälmesser oder Kartoffelschäler gekonnt die Haut vom Leibe ziehst. Das kannst du selbst machen oder (so wie ich) den Besuch dazu verdonnern. Die ausgezogenen Kartoffeln werden dann gewaschen und entweder in größere Würfel oder Spalten geschnitten. Mir behagt letzteres lieber.

Du fragst dich, was Kartoffelspalten sind? Krall dir eine Kartoffel und schneide sie in der Mitte durch. Drappiere eine Kartoffelhälfte mit der Schnittfläche nach unten auf dem Schneidebrett und säbel mit dem Kochmesser der Länge nach wieder durch die Mitte. Jetzt hast du Kartoffelviertelchen, die bereits einer Kartoffelspalte sehr ähnlich sind. Du kannst es jetzt dabei belassen oder aber den Vorgang der Teilung noch einmal pro Viertelchen wiederholen. Du hast dann …. na? …. Achtelchen. Damit ist die mathematische Leehrstunde für heute auch schon beendet.

Wirf die Kartoffelstücken in die Schüssel. Entkleide die Zwiebeln und die Knoblauchzehen. Die Zwiebeln verwandelst du in Zwiebelscheiben, den Knoblauch hackst du entweder klein oder vertraust deiner Knoblauchpresse. Ich schneide den lieber mit einem Messer sehr, sehr klein. Aber mancher Koch ist da bequemer. Zwiebeln und Knoblauch wandern zu den Kartoffeln in die Schüssel.

Jetzt kommen Salz, Pfeffer, Oregano und Rosmarin in die Schüssel. Solltest du die Möglichkeit haben auf frischen Oregano und Rosmarin zurückgreifen zu können, dann solltest du das auch nutzen. Die Nadeln eines Zweiges Rosmarin sowie einen EL frischen Oregano (kleingehackt) verleihen der Pfanne einen irre guten Geschmack.
Schließlich portionierst du 5 EL Olivenöl in die Schüssel.
Deckel auf die Schüssel und gut Schütteln. Stell dir vor du bist Barkeeper und mixt einen Drink. Mixe so 1min. Danach fallen dir eh die Arme ab. Den Schüsselinhalt läßt du jetzt ruhen. (Tipp: Das ganze Prozedere bis hierher kannst du gern so ein bis zwei Stunden vor dem eigentlichen Kochen machen. Dann ziehen die Kartoffeln schön durch.)

Kommen wir zu den Hähnchen. Vegetarier überspringen dieses Kapitel einfach.

Die Hähnchenschlegel werden gewaschen und mit den Küchentüchern (Krepp) trockengetupft. Anschließend werden sie mit Salz, Peffer und Paprika beidseitig eingerieben. Fertig. Das ging jetzt schnell, oder?

Die benötigte Menge Hähnchen und Kartoffeln nötigte uns die Nutzung zweier Ofenbleche auf. Eines allen kann so eine Menge nicht fassen. Du solltest auf jeden Fall Ofenbleche mit hohem Rand nehmen. Ideal ist so ne tiefe Backofenauflaufform. Die fettest du jetzt ein. Nimm dazu festes Bratfett (Palmin) oder etwas Öl, welches du dann mit einem Backpinsel auf dem Blech verteilst. Arrangiere die Hähnchenschlegel auf den Backblechen und schiebe diese in den Ofen. Bei 200°C Umluft burtzelt das Hähnchenfleisch nun im Ofen. Die Umlauft sorgt dafür, dass beide Bleche bedient werden.

Nach 30min ziehst du die Bleche aus dem Ofen, drehst die Schlegel um und verteilst die Kartoffeln aus der Schüssel um das Fleisch herum. Alles was in der Schüssel ist gehört nun auf die Bleche. Also auch das Öl, die Knoblauchstücke und Zwiebelscheiben. Einfach alles raus aus der Schüssel und ab aufs Ofenblech.

Für weitere 20min wandern die Bleche wieder bei unveränderten Umweltbedingungen in den Ofen.

Schließlich ziehst du die Bleche wieder aus dem Ofen und verteilst die Bohnen darauf. Anschließend kommen die nun sehr vollen Ofenbleche nochmal für 10min in den Ofen. Es wird nicht das letzte Mal sein!

Denn ….. nun zerwürfeln wir den Feta, der auch schon seit einer Weile darauf lauert seinen Beitrag zur griechischen Hähnchenpfanne zu leisten. Einfach den Feta auf das Schneidebrett legen und mit dem Kochmesser in breite Streifen schneiden. Dann den Feta um 90° drehen und wieder komplett durchschneiden … es purzeln nun Feta-Klötze auf dem Schneidebrett herum.

Die 10 Bohnenminuten sind jetzt sicher gleich um. Ziehe die Bleche ein vorletztes Mal aus dem Ofen und verteile den Feta über die Kartoffeln und Bohnen. Drehe das Fleisch noch einmal um. Für letztmalige 10min heißt es für die vollen Ofenbleche Heißluft schnuppern.

Und das war’s auch schon. Das Hähnchenfleisch wird durchgebraten sein, die Kartoffeln und Bohnen weich und der Feta fließt nur so dahin.

Guten Appetit.

Tipp: Wenn du zwei Bleche machst und weißt, dass einige Esser lieber auf den Käse verzichten würden, dann verteile den ganzen Feta nur auf einem Blech. So haben deine Gäste die Wahl zwischen mit oder ohne Käse. Aufgegessen wird immer beides. Komischerweise. So auch bei uns. Alles weggefuttert.

Dieses Rezept für griechische Hähnchenpfanne war wieder ein voller Erfolg. Auch für die Kids, die das noch nicht kannten. Und das will was heißen. Lediglich an den Bohnen haben sie ein wenig herumgemäkelt. Doch dafür sind’s halt Kinder. 🙂

2 thoughts on “Griechische Hähnchenpfanne

  1. Hallo Jörg!

    Ich habe heute deine Griechische Hähnchenpfanne nachgekocht und bin begeistert! Das ist nun definitiv mein Lieblingsessen! =)
    Ich würde das Rezept gerne so wie ich es gemacht habe in meinen Blog aufnehmen. In deinem Impressum steht, dass man dich vorher fragen soll, also mache ich das hiermit. =)
    Es wäre schön, wenn ich es (selbstverständlich mit Quelle des Originalrezeptes) veröffentlichen dürfte.

    Liebe Grüße,
    Jani

    • Hi Jani!
      Schön das dir das Rezept zusagt und das Futter sogar nun zu deinen Lieblingsessen gehört! Gern darfst du das Rezept „entführen“ … 🙂
      Kulinarische Grüße vom Bodensee
      Jörg

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