Ich scheine derzeit dahin zu tendieren, immer Gerichte zu probieren die letztlich auch als Partysuppe verwendet werden können. Diese „Rummelpfanne“ oder Champignon-Hackfleisch-Paprika-Pfanne gehört unbedingt dazu. Zum einen ist sie recht preiswert und zum anderen wahnsinnig schnell zubereitet und zum letzten kaum zu versauen. Sind die Vorarbeiten erstmal abgeschlossen geht der Rest sehr schnell.

Die Zutaten (6 Portionen)

  • 400 g Champignons
  • 4 rote Paprikaschoten
  • 500 g Hackfleisch
  • 3 große Zwiebeln
  • 400 g Schmand
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Salz, Pfeffer, frische Kräuter
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Beginnen wir mit den Vorbereitungen.
Die Zwiebeln werden geschält, gewaschen und kleingeschnitten. Eine Anleitung zum Zwiebelschneiden finden Sie u.a. in diesem fachlich äußerst versierten Artikel: Zwiebeln schneiden. 😉

Anschließend nehmen wir die Paprikaschoten aus, waschen auch diese und verwandeln die Schoten in kleine Würfelchen. (Tipp: Mit einem großen Kochmesser geht das spielend leicht.)

Die Champignons werden gewaschen, die Stiele entfernt und nur die besonders großen Kappen geteilt; die kleineren Kappen kann man einfach so lassen wie sie sind.

Ähm – das war’s bereits an Vorbereitungen.

Ein großer Topf findet sich plötzlich auf dem Herd wieder und wird mit etwas Öl und den Zwiebeln bestückt, welche bei ausreichender Energiezufuhr auch recht zügig anfangen zu brutzeln. Sobald die Zwiebeln „glasig“ gebrutzelt sind kippen Sie umgehend das Hackfleisch dazu. (Ich gebe dann immer gleich einen TL Senf dazu. Das müssen Sie aber nicht machen, wenn Sie nicht wollen.) Das Hackfleisch zischt und dampft und brät, dass es eine Lust ist daneben zu stehen und wie ein Berserker mit einem Kochlöffel zu wenden und zu rühren. Das ist notwendig, weil sich selbst überlassenes Hackfleich dazu tendiert, anzubrennen.
Sie werden beobachten, dass sich mit der Zeit plötzlich Wasser im Topf ansammelt. Das kommt aus dem Fleisch und braucht Sie nicht zu beunruhigen. Im Laufe der weiteren Braterei verschwindet das Wasser wieder. Das ist dann aber auch die kritische Phase, welche ihre uneingeschränke Aufmerksamkeit erfordert.
Der große „Zischmoment“ kommt dann, wenn Sie eigentlich permanent rühren müssen, damit nichts anbacken oder anbrennen kann. Dann nehmen Sie eine Flasche Bier, genehmigen sich einen schnellen Schluck und kippen etwas Bier in den Topf. Sie werden sofort erkennen, was unter dem großen „Zischmoment“ zu verstehen ist. Rühren Sie kräftig am Boden des Topfes entlang, damit sich der Bratensatz löst. Lassen Sie das Bier ein wenig einköcheln und ….

… werfen Sie das Gemüse (Paprika + Champignons) rein. Rühren Sie alles kräftig durch, dass eine ausgewogene Mischung der Inkredenzien entstehen, stülpen Sie einen Deckel auf den Topf und reduzieren Sie die Hitze des Herdes auf „Köchelmaß“.
Geben Sie 2 – 3TL Salz und 1TL Pfeffer dazu. Optional noch ne Prise Majoran. (Ich schätze mal, dass ich am Ende 3TL Salz reingeworfen habe. Jedesmal wenn ich dachte, ‚jetzt ist es aber genug Salz‘ und abschmeckte, fehlte eindeutig Salz.) Sie können an der Stelle auch vorsichtig agieren und erstmal 1TL Salz in den Topf geben und am Ende nochmal nachwürzen. Das ist definitiv besser, als die Pfanne gleich zu versauen.

Überlassen Sie den Topf nun für ca. 20min sich selbst.

Nach 10min schauen Sie kurz im Topf nach, ob noch alles da ist. Das kontrollieren Sie am besten dadurch, dass Sie alles kurz mal durchrühren.

Indes prüfen Sie, ob das Bier noch schmeckt und schälen die Knoblauchzehen. Mittels einer Knoblauchpresse pressen Sie den Knobi in eine Schüssel und schütten den Schmand dazu. 2 Prisen Salz und Pfeffer, sowie die Kräuter gesellen sich dazu. (Ich habe eine TK-BIO-Kräutermischung genutzt, die u.a. Basilikum, Oregano, Dill, Schnittlauch und andere herzhafte Dinge enthielt.) Rühren Sie alles fein durch und lassen Sie das Zeuch stehen.

Nach den 20min Köcheln lüften wir den Topf, finden alles hübsch eingekocht und lassen den Topf aber noch etwas ohne Deckel auf dem Herd stehen, damit etwas Wasser verdampfen kann. Schmecken Sie mit Salz und Pfeffer nun solange ab, bis sie es einfach nur lecker finden.

Rufen Sie die Gesellschaft zum Essen. Da es sowieso ein Weilchen dauert, bis alle mal ihren Hintern an den Tisch bewegt haben, können Sie nun noch in aller Ruhe die Schmand-Kräuter-Mischung in den Topf geben und gut mit dessen Inhalt vermischen. Kochen brauch das Ganze nun nicht mehr.

Servieren Sie diese deftige, leckere Champignon-Hackfleisch-Paprika-Pfanne mit Baguette-Scheiben.

Guten Appetit.

4 thoughts on “Champignon-Hackfleisch-Pfanne

    • Vielen Dank für den Kommentar und das Lob. Ob das Rezept nun die eine oder andere Prise Humoar enthält, empfindet jeder anders. Daher begrüße ich es auf das Herzlichste, dass du diese lukige Beimischung gefunden hast und beführwortest. Vielen Dank.
      Oh …. vielleicht kannst du das Rezept ja weiterempfehlen? Wäre doch interessant, ob andere Köche oder Köchinnen das ebenso sehen. 🙂
      Viele Grüße vom Bodensee
      Jörg

  1. Herrlich! Also damit meine ich jetzt die Rezeptbeschreibung, nachgekocht habe ich es noch nicht, werd es aber direkt nachholen, da ich noch eine einsame Flasche Bier (neben dem Hackfleisch) im Kühlschrank gefunden habe.
    Bitte noch ganz viel von so lustig geschriebenen Rezepten, da macht das Lesen ja mindestens genauso viel Spaß, wie das Kochen!!
    Grüße aus der Wedemark
    Rabea

    • Vielen Dank, Rabea! Ich freue mich sehr über deinen Kommentar und wünsche dir viel Erfolg beim Nachkochen. Vielleicht magst du mir ja anschließend schreiben, ob und wie es geklappt hat? Wenn du schreibst, weiß ich ja automatisch, dass du „überlebt“ hast. 🙂
      Viele Grüße vom Bodensee
      Jörg

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