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Ente im Backofen mit Apfelfüllung

Aufgrund der hinlänglich bekannten Verveganisierung meiner Familie brauchte ich letztes Weihnachten keine Gans als Weihnachtsbraten. Das wäre dann doch ein übergroßer, wenn auch schmackhafter, Magenfüller geworden. Da ich trotzdem nicht auf ein Geflügel verzichten wollte, griffen wir zu einer Ente. Die ist von der Fleischmenge her übersichtlich im Vergleich zu einer großen Gans. Ich gedachte, die Ente im Backofen zu machen. Gefüllt werden sollte sie mit Äpfeln.
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Schweinelende an Rotweinzwiebeln mit Spätzle

Oh wie lecker es mal wieder war. Vom gestrigen Karfreitagsfutter, welches aus Schweinsmedaillons mit Spätzle und Champignon-Rahmsoße bestand, waren noch Unmengen Spätzle übrig. Die sollte es heute zusammen mit einem Schweinebraten geben, weil Schweinebraten nun mal auf dem ewigen Speiseplan stand. Zwar für morgen geplant wurde dieser aus Gründen auf heute vorgezogen. Schweinebraten bekamen wir nicht, aber erneut eine feine Lende vom Schwein. Folglich sollte es Schweinsmedaillons mit Spätzle geben und a bisserl Soße dazu. Auf die Idee mit den Rotweinzwiebeln kam ich ganz spontan. Weiterlesen

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Chili con carne … mit/ohne Hackfleisch

Chili con carne stand neulich auf dem Speiseplan meiner Familie. Ich liebe ein gutes Chili con carne und war hocherfreut, dies erneut selbst produzieren zu dürfen.
Es kam allerdings ganz anders.

Chili con carne gehört mit Hackfleisch. Hackfleisch ist ein Fremdwort in der veganen oder auch vegetarischen Ernährung. Wenn beide Welten – also die fleischlose und -volle – für ein Essen bekocht werden müssen hat man ein Problem: man muss zwei Chili con carne machen: einmal mit Hackfleisch und einmal ohne Hackfleisch. Das nennt sich dann übrigens Chili sin carne.
Ich würde also ein Chili con carne und ein Chili sin carne so kochen müssen, dass sie gleichzeitig fertig werden. Ich hielt das für eine lösbare Aufgabe und wollte letzten Sonntag gerade damit anfangen, als das Chili sin carne aufgrund Appetitlosigkeit (Kochlustlosigkeit) der veganen Fraktion gestrichen wurde. Statt dessen kam ein abenteuerlicher Vorschlag in die Küche geflogen: „Mach doch das Chili con carne ohne Hackfleisch und das Hackfleisch extra. Dann können sich die Fleischfresser das am Tisch selbst untermischen!“ Dabei wurde sehr schlau geschaut!
In mir krampfte sich etwas zusammen. ‚DAS hat es noch nie gegeben!‘, dachte ich mir und grauenvolle Bilder drängelten an meinem inneren Auge vorbei.

Doch die Neugier siegte! Würde man ein schmackhaftes Chili con carne – ähnliches Essen kochen können, wenn man die Hauptbestandteile getrennt zubereitet? Was meinst du – hat das geklappt? Konnten wir das „Chili dingsirgendwas con Carne“ mit Genuß essen oder wurde es als Notlösung erkannt und nach wenigen Happen in den Lokus gekippt?

Ich notiere jetzt also den Masterplan zu diesem gewagten Kochexperiment und verkünde am Ende dieses Rezepts(?) ob der Plan aufgegangen ist. Weiterlesen

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Hackfleischbällchen in Karotten-Curry

Es musste mal wieder etwas anderes sein. Etwas neues, nie (bei uns) da gewesenes. Auf der Suche nach kochbarem Futter stieß in meinen Onlinesammlungen auf ein interessant klingendes „Möhren-Curry“, welches total einfach herzustellen schien und erfreulicherweise durch Hackfleischbällchen „verfeinert“ werden kann. Dazu sollte es absolut passend Reis geben. Die Option mit den Klopsen (so kann man die Hackfleischbällchen auch bezeichnen) ließ mir bereits im Vorfeld Pfützen auf der Zunge entstehen und ich sabberte hin stiller Vorfreude ein wenig vor mich hin. Metabildlich gesprochen.

Da ich aufgefordert wurde, auch noch etwas Broccoli zu dünsten, brachte mich das Kochen des Rezepts an die Grenzen der Kapazitäten unserer Küchenausstattung. In gekonnter (*hüstel*) Manier schaffte ich es trotzdem, alle „Zutaten“ beinahe zeitgleich fertig zu bekommen.

Und so habe ich es gemacht. Weiterlesen

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Entenbraten – einfaches Enten-Rezept

Weihnachten 2013 sollte zu einer Premiere werden: nie zuvor habe ich eine Ente an Weihnachten zubereitet. Bisher gab es immer Gans und Hähnchen oder Gans und Pute. Manchmal auch zwei Gänse. Gans und Ente war neu. Eine Weihnachtsente sollte den kulinarischen Festschmaus am 1. Weihnachtsfeiertag abrunden und so nebenbei für genügend Futter sorgen. Immerhin waren wir 14 ausgehungerte Esser.

Die Ente hatten wir ein paar Tage vorher direkt von einem Geflügelhof erstanden. Aufgrund der kalendarischen Besonderheit, dass ein Wochenende kurz vor den Feierlichkeiten lag, wurden die geflügelten Festtagsbraten bereits 4 Tage vor dem Fest ihres Federkleides sowie des Lebens beraubt. Außerdem wurde es pünktlich zu Weihnachten frühlingshaft warm, so dass ich die Ente zwei Tage lang in den Gefrierschrank steckte.

Dieses Entenrezept habe ich aus meinem Sammelfundus vergangener Jahre gefischt. Eigentlich hatte ich mir erst in den Kopf gesetzt, Ente Orange zu machen, aber meine Frau warf klugerweise ein, dass diese nicht so sehr zu Kartoffelklöße passen könnte. Und zur Gans. Deshalb verwarf ich die Idee wieder und entschied mich wenige Minuten vor dem weihnachtlichen Einkauf für das folgende Enten-Rezept. Ich habe es nicht bereut … im Gegenteil: das Resultat der Kocherei ist ein Hammer!

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ich den Gänsebraten wie immer gemacht habe: mit Äpfeln gefüllt wurde der weihnachtliche Gänsebraten ein wahrer Leckerbissen. Für mich völlig überraschend gelang jedoch die Ente nach dem folgenden Rezept, denn genau um diese geht es jetzt und nicht um die logistische Herausforderung, mit einem Ofen und einem Bräter und einem Herd ein Festtagsmenü aus zwei Flügelviechern + Kartoffelklöße + Rotkraut + veganer Aushilfsgans in seiner Gesamtheit punktgenau für den Verzehr zu landen. Nur so viel sei verraten: es hat funktioniert. Was in all dem beherrschten Tohuwabohu unterging ist wie immer das Foto des Endergebnisses. So muss bis zum neuerlichen Kochen das Ofenfoto herhalten.
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Gulasch mit Zimt und Nelken

Ein Gulasch ist stets ein Gaumenschmaus. Ein Gulasch mit Zimt und Nelken ist ein weihnachtliches Fest für die Geschmackssinne. Das durfte ich gerade erst vor wenigen Tagen erfahren, denn kurz vor dem Weihnachtsfest 2012 flatterte mir ein Rezept in den Kochtopf, in welchem ein herzhaftes Gulasch mit einer sehr weihnachtlichen Note vorgestellt wurde. Gulasch mit Zimt? Mit Nelken? Das ist ja mal was ganz neues. Da ich bekanntermaßen ein Gulasch-Fan bin musste ich dieses Gulasch-Rezept nachkochen. Ich habe es nicht bereut … im Gegenteil!

Ich komme bereits an dieser Stelle etwas ins Schleudern. Immerhin habe ich bereits an verschiedenen Stellen Gulaschrezepte notiert (u.a. die Variante für den Schnellkochtopf-Gulasch) und damit alle notwendigen Herstellungsschritte detailliertest notiert. Soll ich erneut bei Adam und Eva oder den Azteken anfangen, oder gleich beim Trabant beginnen und schnurstracks in Richtung Mercedes Schwung holen?

Ach – fangen wir einfach an … es wird wohl ein „Mittelweg“ werden.
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Rinderbraten in Rotwein-Spekulatius-Soße

Dies ist die Geschichte eines Rinderbraten in Rotwein-Lebkuchen-Soße. Ja – im Kochbuch steht „Rinderbraten in Rotwein-Lebkuchen-Soße“, aber da ich keine Lebkuchen hatte, musste ich auf Spekulatius ausweichen. Diese Gewürzspekulatius haben ja das Wort „Gewürz“ schon im Namen und damit sind sie geradzu zum Kochen prädestiniert. Dachte ich. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Warum ich keine Lebkuchen hatte, ist natürlich eine andere Sache. Immerhin haben wir kurz vor Weihnachten und die Regale im Supermarkt quellen vor Lebkuchen über. Das Problem ist nur: zum Kochen nimmt man sogenannte Soßen-Lebkuchen oder Kochlebkuchen. Und die fand ich nicht. Notfalls kann man auch auf Lebkuchen ohne Guss zurückgreifen, doch auch die gab’s nicht. Ich prangere das an!

Leider wurde es am Ende der Rinderbraten-Kocherei aus Gründen, die zu erläutern ich nicht drumrumkomme, recht hektisch, so dass mal wieder das Foto auf der Strecke blieb. Ich konnte auch kein Foto nachstellen, weil nämlich alles ratzeputz weggefuttert wurde.

Im ursprünglichen Rezept werden auch in Speckscheiben gewickelte Prinzessböhnchen gereicht, welche wir durch Brokkoli ersetzten. Aber ansonsten haben wir uns weitgehend an die Vorlage gehalten.
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Winzergulasch

Es begab sich kürzlich, da erlegten wir einen Winzer. Das geschah in einem der zahllosen Weinberge am Bodensee. Es ist schwer, hier spazieren zu gehen ohne einen Weinberg zu tangieren und einen Winzer zu erwischen. Und dieser Winzer lag da nun rum und wir mussten was daraus machen. Also bereiteten wir ein leckeres Gulasch, welches etwas anders als ein normales Gulasch werden sollte. Der Name aber war klar: Winzergulasch.

Der selbsterlegte Winzer ist natürlich erfunden. Ich hoffe, du hast das nicht ernsthaft geglaubt. Weinberge und Winzer gibt es wirklich am Bodensee und das dieses Rezept „Winzergulasch“ heißt, ist ebenfalls wahr. Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Lecker – Hausmannskost De Luxe„. Wir kochten dieses Rezept genauso nach und es war einfach lecker. Das tolle an diesem Rezept ist außerdem, dass ich nicht vergessen habe, zu fotografieren. Wenn auch nur mit dem Handy. 😉 Weiterlesen